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Hör mal, wer da bellt

cw Hittbergen. Dem Deutschen geht nichts über sein Auto oder sein geliebtes Haustier. Bei der Anmeldung zur Steuer versucht so manch einer, sich zu drücken. Was beim Auto kaum möglich ist, ist bei Hunden vielerorts gang und gäbe. Das wollen vier Gemeinden der Samtgemeinde Scharnebeck jetzt ändern. Bei der jüngsten Ratssitzung in Hittbergen stellte Bürgermeister Alfred Ritters (CDU) das Modell vor, mit dem künftig in seiner Gemeinde sowie in Echem, Hohnstorf und Artlenburg „etwas mehr Steuergerechtigkeit hergestellt werden soll“.

„Wir wollen einen Dienstleister beauftragen, der von Haus zu Haus geht und prüft, ob dort Hunde vorhanden sind oder nicht“, so Ritters. Da die Tiere gern mit Gebell melden, dass es geklingelt hat, dürfte ein Kurzbesuch bereits zum gewünschten Ergebnis führen. „Dass wir das nicht selbst machen können, ist wohl selbstverständlich“, betonte der Bürgermeister. Bezahlt wird der Dienstleister pro gefundenem Hund mit einer halben Hundesteuer (24 Euro) sowie einer Aufwandsentschädigung. „Die Hundesteuer ist eine der wenigen Steuern, die ganz in der Gemeinde bleiben“, kommentierte Jörn Harms (CDU). „Deshalb finde ich die Idee gut.“ Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Ein weiterer großer Punkt an diesem Abend war die 37. Änderung des Flächennutzungsplanes in der Samtgemeinde. „Wir haben da einige Anmerkungen, die wir gern berücksichtigt hätten“, so Ritters. Dabei geht es um drei Flächen von Privatleuten, die gern bauen möchten und etliche andere Vorschlagsflächen seitens der Planer. Wichtig für die Gemeinde ist vor allem eine mögliche Erweiterung des Gewerbegebietes. „Die ist zu klein eingeplant“, kritisierte Ritters. „Für eine vernünftige Erschließung müssen wir die Fläche südlich erweitern.“ Ob auf die Wünsche der Gemeinde eingegangen werden kann, wird sich zeigen. „Wir können da leider nichts beschließen, das macht die Samtgemeinde“, sagte Ritters.