Dienstag , 27. September 2016
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Eröffnung möglichst noch 2014

pet Adendorf. Wenn alles so läuft, wie es sich Gastronom Allan B. K. Lim vorstellt, dann kann er sein Hotel an der Erbstorfer Straße in Adendorf, direkt neben seinem Restaurant „Lim’s“, im Laufe des Jahres 2014 eröffnen. Während einer öffentlichen Bürgerversammlung im „Lim’s“ sind die Planungen vorgestellt, die nötigen Änderungen am örtlichen Bebauungsplan erläutert worden.

Lim, der auch Lokale in Winsen und Buchholz betreibt, überlegt in Erbstorf ein Hotel Garni der Kategorie Drei-Sterne-Plus, das nach dem derzeitigen Stand der Planungen 37 Doppel- und zehn Einzelzimmer sowie drei Hochzeitssuiten, also ingesamt 90 Betten, anbieten soll. Die komplette Verpflegung der Gäste soll im angrenzenden Lokal stattfinden, für den Hotelbetrieb sollen, mit Rezeption und Reinigung, sechs Dauerarbeitsplätze geschaffen werden.

Adendorfs Bauamtsleiter Christian Ninnemann und Ortsplaner Joachim Brammer vom Planungsbüro Schild erläuterten die im Zusammenhang mit der Bebauungsplanänderung entstehenden rechtlichen und planerischen Fragen. Architekt Rainer von der Born vom Architekturbüro Schröder in Hamburg stellte das Hotelvorhaben vor.

Entstehen soll das 90-Betten-Haus direkt angrenzend an das bestehende „Lim’s“, im Dreieck zwischen Dorfstraße und Erbstorfer Landstraße. Abgerissen werden dafür die Scheune an der Erbstorfer Landstraße und ein dahinter stehendes Lagergebäude. Entstehen sollen „die Imitation eines umgebauten Scheunengebäudes“ mit drei Geschossen Nutzfläche und ein Bettenhaus „im Stil eines aufgestockten Siedlerhauses“ mit zwei Geschossen, so von der Born. Um das dritte Geschoss möglich zu machen, soll die Firsthöhe des Scheunengebäudes 70 Zentimeter höher liegen als die des jetzigen Gebäudes.

Im Planungs- und Verwaltungsausschuss der Gemeinde waren die für die Planung des neuen Hotels notwendigen Änderungen des Bebauungsplans schon einstimmig befürwortet worden – nicht mit allen Einzelheiten des künftigen Hotels sind verschiedene Anlieger des „Lim’s“ einverstanden, das zeigte sich während der von Bürgermeister Thomas Maack geleiteten Bürgerversammlung. Befürchtet werden ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch an- und abreisende Hotelgäste sowie zunehmende Lärm- und Immissionsbelästigung durch Lieferverkehr. „Die im Rahmen des öffentlichen Verfahrens auftauchenden Einwände“, versicherte Architekt von der Born, „werden sämtlich beantwortet“.

Zwei Wochen lang, so Bauamtsleiter Ninnemann, gebe die Gemeinde ihren Bürgern nun die Gelegenheit, ihre Einwände einzureichen. Anschließend werden die Unterlagen zur Änderung des Bebauungsplans vier Wochen im Rathaus ausgelegt, gleichzeitig können die „Träger öffentlicher Belange“, etwa Behörden, Energieversorger oder Kommunikationsunternehmen, ihre Einwände geltend machen. „Anregungen und Bedenken werden dann ausgewertet“, so Ninnemann, gehen dann in Ausschüsse und Rat, daran anschließend könne der Bauantrag gestellt werden.