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Lüneburger sorgen für drei Jahre Unterricht

lz Lüneburg Wenn sich Schulen für soziale Projekte in fernen Ländern engagieren, ist das an sich nicht ungewöhnlich. Wenn sie dabei auf Kontakte aus erster Hand zurückgreifen können, schon. Mehr als 1500 Euro haben die Schüler, Lehrer und Eltern der Hermann-Löns-Schule jetzt für Kinder in Nepal gesammelt, wollen damit deren Bildungschancen verbessern. Schulelternratsvorsitzende Meike Basting-Neumann weiß, welchen Wert das hat – sie lebte selbst fünf Jahre lang im Land am Fuße des Himalaya.

„Viele Kinder im Mittleren Westen Nepals gehen gar nicht zur Schule“, erklärt Meike Basting-Neumann, „und wenn, sehen sie sich einem Umfeld ausgesetzt, das sie schon allein sprachlich nicht verstehen.“ 1995 hat deshalb der deutsche Pädagoge Arne Kuchenbecker, ein Bekannter der Lüneburger Familie, gemeinsam mit einer britischen Kollegin die sogenannten „Schattenschulen“ gegründet. „Täglich zwei Stunden lang werden die Kinder dort in Nepali, Englisch und Rechnen unterrichtet“, erläutert Meike Basting-Neumann, „das legt den Grundstock für den späteren regulären Schulbesuch.“

Exakt 400 Euro kostet die Finanzierung einer solchen Klasse pro Jahr, drei Jahre lang kann die Hermann-Löns-Schule allein durch ihre jüngste Nepal-Projektwoche eine dieser „Schattenschulen“ unterstützen. Dafür haben die Kinder Perlenschmuck gebastelt, Papier geschöpft oder typische kulinarische Köstlichkeiten gekocht, das alles beim Abschlussfest verkauft – und ganz nebenbei noch eine Menge über ein fernes Land mit seiner fremden Kultur gelernt.

„Schön wäre es natürlich nun, wenn wir aus diesem ersten Ansatz ein langfristiges Schulprojekt initiieren könnten“, sagt Meike Basting-Neumann, „aber das muss erst noch besprochen werden.“