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Der Mauer-TÜV kommt

ca Lüneburg. Die Nachricht ließ die Politiker im Bauausschuss erst einmal aufschrecken: Die Landesbehörde für Straßenbau will die Lärmschutzwand an der Erbstorfer Landstraße in Höhe Ostumgehung unter anderem auf Standsicherheit überprüfen. Das dürfte nicht so einfach sein, befürchtet Ausschussvorsitzender Heiko Dörbaum (SPD), der in dieser Frage auch die anderen Fraktionen an seiner Seite glaubt: „Die Wand ist grün eingewachsen mit Büschen und Bäumen, manche Anwohner haben Gartenhäuschen an die Mauer gebaut.“ Damit hat der Sozialdemokrat recht, das zeigt ein schneller Blick auf Satellitenaufnahmen des Internetdienstes Google. Dörbaum fordert, das Straßenbauamt möge mit Anwohnern Kontakt aufnehmen.

Genau das sei der Plan, sagt Christian Magill. Er ist Sachgebietsleiter Brückenbau in der Behörde und für die Prüfung zuständig: „Eigentlich soll eine Regelüberprüfung alle drei Jahre stattfinden. Aber es war unklar, wem die Wand eigentlich gehört, denn das Grundstück befindet sich im Eigentum der Stadt. Jetzt hat sich herausgestellt, es ist unsere Wand. Das ist die erste Überprüfung, seitdem die Wand steht.“ Magill setzt auf das Gespräch mit den Anwohnern. Zuerst möchte er die Betroffenen informieren, dann mit den Nachbarn Termine absprechen, um von deren Gärten aus das „Bauwerk“ zu begutachten.

Mit großen Schäden rechnet Magill nicht. Von der Erbstorfer Landstraße seien nur die üblichen Verschleißerscheinungen zu erkennen, die mit eher geringem Aufwand behoben werden könnten. Auf den Grundstücken gehe es nicht darum, Bäume zu fällen oder Gartenlauben einzureißen: „Einen Busch kann ich zur Seite drücken. Wir finden da eine pragmatische Lösung.“ Wann die Anwohner informiert werden sollen, stehe noch nicht fest.