Mittwoch , 28. September 2016
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Bye, bye Märchenstadt

ina Lüneburg. „Die Musik ist hier ganz anders“, sagt Mariela De Hoyas. Denn bei ihr zu Hause in Mission „hört man als Student vielmehr Rap und Hip-Hop“. Ein Besuch im Irish Pub mit Karaoke hatte ihr wie auch den anderen 22 Studenten aus Texas und Louisiana einen umfassenden Einblick in die deutsche Musikszene ermöglicht: „Toll zum Tanzen und zum Mitsingen.“ Das Lüneburger Nachtleben wie auch der Zweitages-Trip nach Berlin oder die Tretboottour auf der Ilmenau sind zwar unterhaltsam und stellenweise auch informativ, stehen im Tagesprogramm der „Summer School“, die seit 1997 an der Leuphana Universität stattfindet, jedoch nicht im Mittelpunkt.

Um mehr über Deutschland und Europa zu erfahren, nahmen die Amerikaner an zahlreichen Vorträgen der Lüneburger Uni teil. Professor Thomas Schomerus und seine Professoren-Kollegen Alexander Schall, Bernd Hohlbein, Axel Halfmeier und Horst Kowalewski informierten unter anderem über erneuerbare Energien, Wirtschaftsmanagement und stellten beispielsweise auch die Europäische Union als Staatenbund vor.

„Für die meisten Amerikaner ist Europa nach wie vor ein Land“, erklärt Jura-Student Johannes Schomerus, der mit seinen drei Kommilitonen Johanna Böckelmann, Stephanie Lütgens und Andreas Schulze die Organisation des zweiwöchigen Aufenthalts übernahm. „Wir sind hervorragend untergebracht“, schwärmt Joshua Land aus Shreveport, Louisiana. „Die Lüneburger Studenten sind sehr aufmerksam und kochen leckeres vegetarisches Essen.“ Die Hansestadt kommt wie in jedem Jahr hervorragend an – eine „Märchenstadt“, wie Mariela sie nennt.

Zum Abschluss ging es nach Hamburg auf den Kiez. Und dann mit dem Flieger nach Hause? „Ach was“, antwortet Johannes Schomerus: „Für viele startet die Reise durch Europa erst. Sie sehen sich im Anschluss noch London, Paris oder Amsterdam an.“

Lüneburg wollen die meisten wiedersehen. Joshua Land: „Wir haben enge Kontakte zu den hiesigen Studenten geknüpft und besuchen uns ab jetzt gegenseitig.“