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„Grisu“ gegen Schmierereien

cw Echem. Lange Jahre war die Bushaltestelle vor dem Feuerwehrhaus in Echem dem Rat ein Dorn im Auge. Der kuschelige Holzunterstand mit den massiven Steinmauern lud auch des Nachts gern zum Verweilen ein, und morgens fanden die Echemer dann Schmierereien an der Wand und Müll auf dem Boden.

Vor zwei Jahren machte der Rat dem ein Ende: Die Bushaltstelle wurde zugemauert, die Wand weiß verputzt. Doch noch immer fanden sich vereinzelte Spuren von Edding oder Sprühdose. Jetzt könnte das endlich ein Ende haben: Mit viel Elan und Geschick hat die Jugendfeuerwehr ihr Grisu-Logo an die Wand gemalt.

„Wir haben schon lange überlegt, dass wir wieder einmal eine Aktion machen wollen, die zur Dorfverschönerung beiträgt“, sagt Jugendwart Tim Conrad. 2012 hatten die Jugendlichen bei einem Umwelttag in der Gemeinde Müll gesammelt, eine Bushaltestelle gestrichen und marode Bänke von einem Parkplatz geräumt. Weil die Wand an der Bushaltestelle immer beschmiert wurde, kam Conrad auf die Idee, das Bild zu malen. „So eine weiße Wand ist ja auch immer einladend für Schmierereien“, erklärt er.

Aber wie den Grisu an die Wand bringen? „Wir haben es erst mit einem Tageslichtprojektor versucht, aber es war viel zu hell“, erinnert sich der Jugendwart. Doch Jugendbetreuerin Katrin Wolter hat ein ruhiges Händchen und zeichnete den kleinen Drachen vor, so dass die Jugendlichen ihn mit Fassadenfarben nur noch bunt ausmalen mussten. Dazu gab’s noch ein paar Flammen und einen Untergrund und fertig war das Gemälde.

Die Farbe steuerte die Gemeinde bei. „Jetzt überlegen wir, die Anti-Graffiti-Schicht darüber zu streichen, damit unser Logo nicht doch noch übermalt wird“, will Jugendwart Conrad auf Nummer sicher gehen.