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Daniels Projekt schlägt hohe Wellen

lkö/ahe Lüneburg. Daniel Pflüger ist das letzte Lüneburger Eisen im Feuer. Der 18-Jährige ist beim Bundesfinale des traditionsreichen Wettbewerbs „Jugend forscht“ in Leverkusen mit dabei. Von heute an wird der Abiturient des Johanneums sein Projekt „Vermessung von Wasserwellen“ vor einer Fachjury präsentieren.

Daniel hatte sich durch seine Siege beim Regionalwettbewerb in Lüneburg und beim Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld für das Finale der besten Nachwuchsforscher Deutschlands qualifiziert – sein bislang größter Erfolg auf diesem Gebiet. Doch schon in den Vorjahren hatte er beim Regionalwettbewerb in Lüneburg Preise eingeheimst, setzt damit auch eine Tradition am Johanneum fort, denn das Gymnasium an der Theodor-Heuss-Straße stellt seit Jahren stets besonders viele und auch erfolgreiche Jungforscher bei dem Wettbewerb.

Seit Monaten arbeitet Daniel an seinem neuesten Projekt, hat sich von Runde zu Runde tiefer in die Materie eingearbeitet. Dabei geht es um die Neigung und Höhe von Wasserwellen. Der Schüler lässt einen Laser durch ein Wasserbecken aus Plexiglas leuchten und erzeugt mit einer Vorrichtung künstliche Wellen. Eine Kamera zeigt ihm dann exakt an, wann das Wasser, sichtbar am Laser, wo umgelenkt wird. Er beschreibt das Phänomen: „Wenn ein Tropfen ins Wasser fällt, verschmilzt ein Teil mit dem Wasser und ein anderer Teil springt nach oben. Das passiert jedoch fünf bis sieben Mal innerhalb von 100 Millisekunden, ist also für das menschliche Auge nicht sichtbar.“ Daniel will es deshalb messbar machen.

Mitnehmen wird er sein Forschungsobjekt diesmal aber nicht, dafür sei es zu groß. Ein Plakat muss reichen für seine Präsentation, für die er fünf Minuten Zeit hat. Bammel habe er davor nicht, schließlich hat er durch die zwei mit Bravour bestandenen Wettbewerbsrunden schon einige Erfahrung. „Bei der Präsentation selbst herrscht eigentlich keine angespannte Atmosphäre, die Juroren sind nett und schauen nicht auf einen herab“, skizziert er seine Erfahrung.

Schon lange ist er in der Jugend-forscht-Arbeitsgemeinschaft des Johanneums. Die Idee für sein Wasserwellen-Projekt kam ihm durch Videos zum Thema, die er beim Internetportal youtube gesehen habe. „Ein bisschen stolz“ sei er schon, dass er es trotz vieler Rückschläge nun sogar bis ins Bundesfinale geschafft hat, gibt er zu.

Angesichts des Erfolges verwundern seine Zukunftspläne nicht: Daniel möchte nach seinem Abitur ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr in Hannover einlegen und dort eine Forschungsgruppe unterstützen. Und danach? „Ich möchte Physik studieren. Wenn das nichts für mich ist, dann Mathematik, aber ich glaube eigentlich schon, dass Physik das Richtige für mich ist.“