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Hühner fahren über die Weiden

rast Lüneburg. Die Mountainbike-Spezialisten vom OC Lüneburg treten in 14 Tagen bei den Norddeutschen Meisterschaften in Emden an. Sebastian, André, Henrik und Colin trainierten schon ein wenig beim Sommerfest der Ortsfeuerwehr Rettmer, sie gehörten zu den Top-Acts des Stadtteilfestes, das nicht nur die Einwohner aus Rettmer auf das Areal der Feuerwache Süd lockte.

Die Frauen und Männer um Ortsbrandmeister Tobias Glor hatten ein attraktives Programm auf die Beine gestellt, das mit einem Tanzabend endete, zu dem DJ Marco heiße Scheiben auflegte. Für alle Altersgruppen war das Passende dabei. Ob Karussell, Hüpfburg, Kettcar-Parcours oder Ponyreiten – auch für die Kinder wurde jede Menge geboten. So etwa auch das „Spiel ohne Grenzen“, das von der Jugendfeuerwehr Rettmer organisiert wurde. Die GfA war mit einem Müllwagen und einem Gewinnspiel präsent: Es galt, für einen kleinen Preis Müll richtig zu sortieren.

Die Hauptattraktion allerdings war der mobile Hühnerstall, der Klein und Groß anlockte. Der landwirtschaftliche Betrieb von Familie Hartmann in Rettmer setzte bislang auf Kartoffeln und schaffte sich 2012 die ersten von 90 Hühnern an, 240 weitere sollen noch folgen. Untergebracht werden sie in einem Hühnerstall auf Rädern. Hilke Hartmann erklärt: „Dieser Hühnerstall steht bei uns auf der Weide, ein bestimmtes Areal wird dafür eingezäunt, sodass die Hühner ihren Auslauf haben.“ Alle 14 Tage wird das Gefährt, das einem Lkw-Anhänger ähnelt, ein Stück weiter geschoben: „So haben die Hühner ständig frisches Grün.“ Hilke Hartmann und ihr Mann entdeckten das Gefährt auf einer landwirtschaftlichen Messe, waren sofort davon begeistert: „Wir wollen keine eingesperrten Hühner, da ist das genau das Richtige. Und die Nachfrage nach freilaufenden, glücklichen Hühnern ist groß.“ Sind die Hühner im mobilen Stall, stehen jedem Tier mindestens fünf Quadratmeter Raum zur Verfügung, Hilke Hartmann: „Das ist die zugelassene Bio-Norm.“ Begeistert von diesem neuen Projekt ist auch Carmen Maria Bendorf, Ortsvorsteherin von Rettmer: „Ich habe der Familie Hartmann schon alle öffentlichen Flächen in Rettmer dafür angeboten.“