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So bunt feiert Adendorf

off Adendorf. Es ist Sonntag, kurz nach halb zwölf und Christian Hannebohm strahlt. Das Vorstandsmitglied der Adendorfer Werbegemeinschaft steht am Danziger Weg und blickt dem letzten Motivwagen nach, der vor wenigen Sekunden um die Ecke gebogen ist. Der Start der A-Parade hat reibungslos geklappt. „Ich bin zufrieden“, sagt Hannebohm, dann muss er grinsen und gesteht: „Eigentlich ist es ein Traum.“ Zum dritten Mal hat die Werbegemeinschaft Adendorf am Sonntag im Rahmen der Kirchwegsause den Festumzug mit 45 Teilnehmergruppen auf die Beine gestellt – und alles klappt wie am Schnürchen. Das Wetter spielt mit, die Menschen kommen zu Tausenden, die Stimmung ist ausgelassen, die Bonbons fliegen und die Kinder strahlen, kurz: „Alles was wir uns erhofft haben, hat sich erfüllt“, sagt Hannebohm.

Was den Adendorfer besonders freut: „Das Miteinander im Dorf geht auf.“ Egal ob Vereine, Verbände oder Gewerbetreibende aus Adendorf und Umgebung, bei der Kirchwegsause sind alle dabei, sei es als Teilnehmer der A-Parade oder als Betreiber eines Standes am Kirchweg. Und auch die Kleinsten haben am Sonntag ihren ganz eigenen Platz, als Käufer und Verkäufer beim Kinderflohmarkt. Mittendrin im Rummel am Kirchweg haben zum Beispiel Brit (9) und Jette (7) ihren Tisch aufgebaut, verkaufen für 50 Cent große und kleine selbstgemalte Kunstwerke. „Das ist toll hier“, finden die Schwestern – eine Meinung, mit der sie nicht allein sind. Auch die Adendorferin Ruth Kieninger ist begeistert: „Es ist schön, dass das ganze Dorf auf den Beinen ist, ob Jung oder Alt.“

Gefeiert haben die Adendorfer ihre Kirchwegsause aber nicht nur am Sonntag, los ging es bereits am Freitagabend bei der hochkarätig besetzten Classic-Gala auf dem Rathausmarkt mit mehr als 200 Zuhörern. Am Abend darauf feierten rund 2000 Menschen bei der Rathausplatzparty mit Live-Musik, „auch ein voller Erfolg“, freute sich Hannebohm. Bis 1 Uhr lief die Party, keine zehn Stunden später ging es am Kirchweg dann schon wieder weiter mit dem Kinderflohmarkt. Um 11.30 Uhr startete die bunte A-Parade durchs Dorf – für viele Gäste aus Adendorf und der Region der Höhepunkt des Festsonntags.

Auch danach wurde es bei der Kirchwegsause nicht langweilig, am Nachmittag stand das Tauziehen auf dem Programm. Zwölf Gruppen traten im K.-o.-System gegeneinander an, am Ende lieferten sich die Sieger vom Adendorfer EC einen letzten Kampf mit Kirikk Shimko. Doch auch der stärkste Mann der Welt hatte gegen die Adendorfer keine Chance.

Mehr als zufrieden zog Volker Bergmann, der erste Vorsitzende der Werbegemeinschaft, am frühen Abend Bilanz: „Es war ein ganz tolles Ortsfest.“ Am Ende passte auch bei der Organisation alles so perfekt, „dass wir noch nicht mal ein einziges Fass Bier zurückgeben müssen“, so Bergmann. Und noch etwas freute den Vorsitzenden der Werbegemeinschaft ganz besonders: „Für die A-Parade 2015 gibt es schon die ersten Anmeldungen.“

Die Bekanntgabe der Gewinnerwagen folgt am Dienstag, 4. Juni, in der LZ.