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IHK-Initiative für die Feuerwehren

cst Lüneburg. Ein solch klares Bekenntnis zum Autobahnbau hat man aus dem Mund des neuen niedersächsischen Ministerpräsidenten noch nicht gehört: „Die A39 ist ein richtiges und notwendiges Projekt. Wir sollten sie bauen“, rief Stephan Weil (SPD) als Ehrengast beim Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg der versammelten Unternehmerschaft zu.

Zum einen wäre die Trasse Lüneburg-Wolfsburg eine Entlastung für die A7 und zum anderen lehre die Erfahrung, dass solche Verkehrswege wirtschaftliche Entwicklung möglich machten. „Und der Raum, durch den die A39 führen soll, hat Entwicklung dringend nötig“, schob der Ministerpräsident von der Bühne des Theaters zur Begründung nach. Allerdings komme es jetzt auf Berlin an, entsprechende Infrastruktur-Milliarden auch tatsächlich in die norddeutsche Tiefebene zu lenken, sagte Weil.

Besonders bemerkenswert machte den von der Big Band des Gymnasiums Oedeme umrahmten Empfang 2013 aber auch eine ungewöhnliche Aktion der IHK: Sie nimmt eine Initiative des Innenministeriums für die Freiwilligen Feuerwehren im Land auf, denen es an Fachpersonal und Nachwuchs ebenso mangelt wie der Wirtschaft selbst. Dabei will die IHK bei ihren Unternehmen verstärkt darum werben, Mitarbeitern, die sich ehrenamtlich bei den Feuerwehren engagieren wollen, keine Steine in den Weg zu legen. Ferner will die Kammer Firmen, die diesen ehrenamtlichen Einsatz bereits nach Kräften fördern, besonders herausstellen. Das kündigte der neue Kammerpräsident Olaf Kahle vor rund 500 Zuhörern aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens an. Zuvor hatte Kahle vier Punkte beschrieben, die die Wirtschaft besonders beschäftigten – und besorgt machten: Der teils bedenkliche Zustand der Infrastruktur, die Steuerdebatte, die Energiewende sowie der zunehmende Fachkräftemangel.

Es gab aber auch Grund zu reiner Freude: Denn die hiesige IHK ist in einem bundesweiten Vergleich soeben zur servicefreundlichsten Kammer gekürt worden. Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert: „Dass wir es auf Platz eins geschafft haben, ist ein toller Erfolg, über den sich alle Mitarbeiter freuen.“

Das Marktforschungsunternehmen teleffekt stellte den Beschäftigten der Kammern zwischen Mai 2012 und Februar 2013 exakt 100 Fragen. 57 der 80 IHKs nahmen teil. Per Telefon oder E-Mail gaben sich die Forscher als Hilfesuchende aus, protokollierten, ob Antworten richtig und vollständig waren, achteten darauf, wie gut die IHK erreichbar war und wie rasch geantwortet wurde. Daraus ergab sich eine Rangfolge in Fachkompetenz und Service. Zeinert: „Bei der Fachkompetenz konnten wir 82 Prozent aller möglichen Punkte erreichen, belegen damit Platz zwei. Beim Service sind wir Spitze.“