Aktuell
Home | Lokales | Große Ziele und ärgerliche Unterstellung mit Folgen
3332615.jpg

Große Ziele und ärgerliche Unterstellung mit Folgen

red Lüneburg. Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic übt nach einem Gespräch mit Lüneburgs Uni-Präsident Sascha Spoun den Schulterschluss beim Libeskind-Bau. Die Staatsanwaltschaft in Verden prüft den Bericht der EU-Betrugsbekämpfer zum Bau, in den die Uni-Spitze gerne auch einmal einen Blick werfen würde, um zu reagieren. Aber die Wogen, die hoch schlugen, als kritische Teile dieses Berichtes publik wurden, haben sich geglättet. Jetzt bricht die Leuphana Universitätsgesellschaft eine Lanze für ihre Hochschule und hat viel Anlass zur Freude.

„Medienberichte über angebliche staatsanwaltliche Untersuchungen und Prüfberichte, vermeintliche Unregelmäßigkeiten in der Bauvergabepraxis und Vorteilsnahme, Kosten- und Terminüberschreitungen schüren den Verdacht, dass in der Leuphana wohl etwas im Argen läge“, heißt es. Doch „die Vielfalt der Vorwürfe trübt leicht den Blick auf wesentliche Fakten.“

Und die seien eindeutig: Der Neubau des Zentralgebäudes sei integraler Bestandteil des Entwicklungsplans für die Universität zur Campus-Uni. Die Kosten bewegten sich im Rahmen vergleichbarer Universitätsentwicklungen. „Dass für die Gestaltung des Zentralgebäudes ein Architekt wie Daniel Libeskind gewonnen wurde, sollte Anlass zur Freude sein.“

Noch einmal werden die Gründe für die Bauverzögerung zitiert, die nicht der Uni angelastet werden könne wie die Klage eines Anrainers oder die boomende Baukonjunktur, die Kosten treibt. „Im Niedersächsischen Planungsrecht für öffentliches Bauen ist es jedoch verboten, einen steigenden Baukostenindex in der Planung zu berücksichtigen.“ Dass die nun angemeldete Baukostenüberschreitung im Gegensatz zu vielen anderen öffentlichen Bauten innerhalb der Preissteigerung des Index bleibt und finanziert werden kann, sollte Anlass zur Freude sein.

Professoren übernähmen häufig neben ihren vertraglichen Aufgaben Planungsleistungen für ihre Universitäten. „Auch die Leuphana hat diese Möglichkeit für ihren Neubau genutzt. Dass dadurch die Kosten für Architekten- und Planungsleistungen des neuen Zentralgebäudes unter den üblichen Honorarsätzen geblieben sind, sollte Anlass zur Freude sein.“

Die Gesellschaft kritisiert, dass der vertrauliche EU-Prüfberichte Medien zugänglich gemacht wurde, aber der betroffenen Universität nicht. „Wer hat ein Interesse daran, Vorwürfe zu verbreiten, die die Erfolge derLeuphana zu überdecken drohen?“ Und die lauten laut Uni-Gesellschaft: mehr Drittmittel, mehr Publikationen, mehr Erwähnungen, ein neuer Campus-Geist, hohe Identifikation mit der Universität, klare Orientierung an Forschungszielen, Einbindung der Studenten ins akademische Leben.

Der Appell lautet: Die „sichtbaren, beeindruckenden Erfolge der Leuphana dürfen durch Unterstellungen nicht überdeckt werden. Der neue Geist — ein zartes Gewächs — darf durch Intrigen nicht beschädigt werden. Die Leuphana ist auf einem guten Weg, ihre großen Ziele zu verwirklichen. “