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Neue Häuser auf SOS-Hof

bau Bockum. Bei der SOS-Kinderdorf-Einrichtung Hof Bockum haben jetzt die Arbeiten für den Bau von zwei neuen Wohnhäusern begonnen. „Aufgrund der stetigen Nachfrage nach Wohn- und Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung bei uns, haben wir uns entschlossen, zwei neue Hausgemeinschaften für insgesamt 16 Personen aufzubauen“, sagt Leiter Manfred Persy.

Seit 1985 leben und arbeiten in Bockum erwachsene Menschen mit geistiger und seelischer Behinderung. Mittlerweile bietet die Einrichtung in der Gemeinde Rehlingen 90 Menschen einen Wohn- und/oder Arbeitsplatz. „Bei uns in Bockum finden behinderte Menschen einen Wohnort, an dem sie sich wohlfühlen und eine Beschäftigung, die ihnen Bestätigung gibt“, sagt Persy und ergänzt: „Durch die weitreichende Vernetzung der Einrichtung in der Umgebung wird die Integration der Betreuten in die Lebensumwelt nachhaltig unterstützt.“

Die Gebäude mit jeweils rund 650 Quadratmetern Wohnfläche sollen bis Mitte 2014 fertig gestellt sein. Jedes Haus bietet acht Betreuten und den jeweiligen Hauseltern Platz. Im Gemeinschaftsbereich befinden sich Ess- und Wohnzimmer sowie die Küche. Das Investitionsvolumen beträgt pro Haus rund eine Million Euro. Bauträger ist der SOS-Kinderdorf-Verein. Getragen werden die Baukosten durch Spendengelder. Die benötigte Innenausstattung soll ebenfalls über Spenden finanziert werden. „Dort hoffen wir weiter auf die Unterstützung durch Bürger oder Unternehmen“, sagt Axel Dräseke, Bereichsleiter Wohnen in Bockum.

Die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Freizeit ergänzen sich in Bockum und bieten ein differenziertes System zur individuellen Hilfe. Jeweils sieben Bewohner leben bisher gemeinsam mit ihren Betreuern in Hausgemeinschaften. Dräseke: „Menschen, die selbstständig in Wohngruppen oder der eigenen Wohnung leben können, betreuen wir ambulant. In allen Wohnformen fördern wir die Bewohner individuell und gezielt, sodass sie ein individuelles Höchstmaß an Selbstständigkeit erlangen können.“

Die Betreuten können in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) unterschiedliche berufliche Erfahrungen sammeln. „Sie erleben, dass sie etwas leisten und gebraucht werden. Das stärkt Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein“, sagt Dräseke. Außerdem finden in der Einrichtung für die Bewohner musisch-künstlerische und andere Angebote der Erwachsenenbildung statt.

Weitere Informationen zum Neubau auf dem SOS-Hof und zur Spendenaktion unter www.sos-hof-bockum.de