Donnerstag , 29. September 2016
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Kleines Glück für Fußgänger

ca Lüneburg. An zwei Stellen in der Innenstadt ist es besonders eng für Fußgänger, da möchte die Stadt ihnen bald mehr Raum geben. Der Bauausschuss des Rates begrüßte die Pläne der Verwaltung einhellig und gab grünes Licht. Tiefbauamtschefin Uta Hesebeck will Arbeiter An der Abtspferdetränke und an der Bardowicker Straße anrücken lassen.

Der Bürgersteig An der Abtspferdetränke soll von Höhe Nudelkontor bis zur Abtsmühle um 75 Zentimeter auf zwei bis 2,50 Meter verbreitert werden. Der Weg ins Wasserviertel sei stark frequentiert, auch durch touristische Gruppen, sagte die Bau-Fachfrau. Rund 8000 Euro werde der Ausbau kosten, der voraussichtlich nach den Sommerferien, also im August, beginnt. Der Autoverkehr auf der Straße sei weiter in beide Richtungen möglich, die Ladezone auf der gegenüberliegenden Seite bleibe erhalten.

Auch an der Bardowicker Straße herrscht Gedränge auf dem schmalen Trottoir. Das soll in zwei Schritten anders werden. Zunächst werden Arbeiter den Abschnitt zwischen Apotheke und Schuhhaus Schnabel verbreitern. Dafür sollen sie den bestehenden Parkstreifen nutzen. Die Bäume bleiben stehen. Die Stellplätze für Autos werden auf die Straße verlegt, das Kopfsteinpflaster muss dafür nicht angefasst werden. Die Arbeiten werden im Herbst starten, sie kosten 25 000 Euro. Im kommenden Jahr soll dann der nächste Bereich in Richtung Markt angegangen werden.

Stadtbaurätin Heike Gundermann betonte, an beiden Stellen könne die Situation für Passanten mit relativ wenig Geld verbessert werden. Ausschussvorsitzender Heiko Dörbaum ergänzte in Sachen Bardowicker Straße, dass langfristig weitere Arbeiten anstehen. Denn bekanntlich plant die Stadt seit Jahren, Teile der Bardowicker und der Großen Bäckerstraße auszubauen nach dem Vorbild anderer Fußgängerzonen. Allerdings ging dem Rathaus zwischenzeitlich finanziell die Puste für diese Großprojekte aus.

Auch an der Salzstraße am Wasser werden Handwerker für mehr Bequemlichkeit sorgen. Direkt vor dem Neubau neben dem Viskulenhof-Komplex solle der Gehweg hergerichtet werden, teilte die Verwaltung mit. Dann sei dort der Betrieb eines Straßencafés möglich. Die Kosten für die Arbeiten trage der Bauherr des Gebäudes. Der Neubau der Fußgängerbrücke im Tiergarten war ebenfalls Thema. Die alte Querung wurde bekanntlich vergangenes Jahr wegen Baufälligkeit abgebrochen, ein Ersatz soll her. Nach Gesprächen mit der Gemeinde Deutsch Evern geht Uta Hesebeck davon aus, dass Ausschreibung und Auftragsvergabe im Herbst erfolgen. Im kommenden Frühjahr könnten die Handwerker loslegen.