Aktuell
Home | Lokales | Pläne für mehr Artenvielfalt
3346553.jpg

Pläne für mehr Artenvielfalt

ml Thomasburg. Erst Anfang April ist die Vorplanung angelaufen, jetzt legen die Ingenieure des Büros aquaplaner aus Hannover erste Ergebnisse vor. Ziel ist es, die Neetze am Thomasburger Mühlenwehr naturnah umzugestalten. Damit sollen die Wanderwege für Fische und andere Wasserbewohner frei gemacht, Lebensräume und Artenvielfalt in dem Gewässer deutlich gesteigert werden. Bei Hochwasser besteht zudem Gefahr für das alte Mühlenwehr. Eine Detailplanung liegt zwar noch nicht vor, doch wollen die Planer am Donnerstag, 20. Juni, interessierten Bürgern verschiedene Varianten vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr im Kindergarten in Thomasburg.

„Das Mühlenensemble prägt das Ortsbild, ist zudem denkmalgeschützt“, sagt Michael Loch von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Lüneburg. „Deshalb suchen wir schon in dieser frühen Projektphase den Kontakt zur Bevölkerung, wollen die Bürger auf den neuesten Stand bringen.“ Zumal bereits im August 2011 Grundeigentümer die Arbeitsgemeinschaft Mühlenteich gegründet haben, um das Gewässer zu erhalten.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass im Zuge der Umgestaltung der sogenannte Schleusengraben ertüchtigt werden muss, der das Wasser der Neetze um das Mühlenensemble herumführt. Ins Auge gefasst haben die Planer auch einen Durchlass unter der Straße „Kirchring“. „An welcher Stelle ist allerdings noch unklar“, sagt Kreismitarbeiter Loch. Auch müsse der Umlauf verlängert werden, um das Gefälle zwischen Mühlenwehr und unterem Flussniveau auszugleichen.

Die Kosten für Planung und Umsetzung trägt zu 90 Prozent das Land Niedersachsen, die restlichen zehn Prozent steuert der Landkreis Lüneburg bei. Während für die Planung 20 000 Euro veranschlagt sind, gibt es für die eigentliche Umgestaltung der Neetze bei Thomasburg noch keine konkreten Zahlen. Loch rechnet allerdings mit einer sechsstelligen Summe, „die wahrscheinlich nicht zu hoch ausfallen wird wie zuletzt die Arbeiten an der Wohlenbütteler Mühle“. Dort hatten der Abbau des Stauwehrs und der Ausgleich der Wasserspiegelunterschiede um gut 60 Zentimeter rund 300 000 Euro verschlungen.

Bis Mitte Juli wollen die Planer jetzt die Vorplanung abschließen und mit der Entwurfsplanung beginnen. Umgesetzt werden soll das Vorhaben dann im kommenden Jahr.