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Helfen ist ihr Spezialgebiet

lkö Lüneburg. Mit einer kleinen Rettungswache Auf der Hude hat alles angefangen. 1923 war das. Jetzt feiert der Arbeiter-Samariter-Bund am Moldenweg seinen 90. Geburtstag – und er ist inzwischen richtig groß geworden: „Wir haben 10 500 Mitglieder, 100 haupt- und 100 ehrenamtliche Beschäftigte, gehören mit zu den größten Vereinen in Lüneburg“, erzählt Thomas Kruse vom Vorstand des Vereins, stolz.

„Viele denken bei ASB ja nur an Krankenwagen“, mutmaßt Kurse. Dabei sei der Verein noch in anderen Bereichen aktiv, zum Beispiel beim Katastrophenschutz, in der Erste-Hilfe-Ausbildung, der Jugendarbeit und der Auslandshilfe. Vom Balkon der Tagespflege im Hauptgebäude aus hat man eine gute Sicht auf die Einsatzfahrzeuge im Hof. Die pflegebedürftigen Menschen, die hier ihren Tag verbingen, essen, klönen und spielen, finden es immer aufregend, die Rettungskräfte aufbrechen zu sehen.

Gerade waren 109 Einsatzkräfte beim Elbehochwasser fast rund um die Uhr im Einsatz. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz wurden Evakuierungszentren eingerichtet, Helfer am Deich betreut und Bundeswehrsoldaten verpflegt. Benno Werner war als Rettungsassistent mit dabei, er freut sich, jetzt mal wieder ein freies Wochenende zu haben: „Natürlich war der Einsatz stressig, aber es hat auch Spaß gemacht – zu sehen, wie viele Helfer von überall her kamen, um zu helfen.“

Gerd Erdmann gibt Kurse für Ersthelfer. Dort lernen die Teilnehmer, wie sie die Mund-zu-Nase-Beatmung oder die stabile Seitenlage korrekt ausführen, aber auch was bei einer Rauchvergiftung oder einem Hundebiss zu tun ist. „1800 Menschen bilden wir im Jahr in Erster Hilfe aus“, berichtet Geschäftsführer Harald Kreft. Darunter seien Kurse für den Führerschein, aber auch Schulungen für Ersthelfer in Betrieben. „Das Wichtigste ist, dass die Teilnehmer Situationen richtig erkennen, um dann entsprechend zu reagieren“, erklärt Ausbilder Erdmann. „Auf Kommando helfen kann jeder.“

Anlässlich des Jubiläums und auch als Dankeschön für die Helfer, lädt der ASB für Sonnabend, 22. Juni, von 11 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür am Moldenweg ein. Neben der Präsentation der verschiedenen Arbeitsbereiche erwartet die Besucher auch die Rettungshundestaffel und ein Erste-Hilfe-Quiz. Außerdem stellt sich die Jugendgruppe des ASB vor. Für Kinder gibt es zum Beispiel ein Karussell, Schminken und eine Hüpfburg in Form eines Rettungswagens. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.