Mittwoch , 28. September 2016
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145-mal Hoffnung auf das große Geld

ahe Lüneburg. Mit dem notwendigen Kleingeld lassen sich gute Ideen besser umsetzen. An guten Ideen mangelt es in Lüneburg nicht, welche es auch wert sind, realisiert zu werden, können in den nächsten Wochen 28 000 Kunden der Sparkasse Lüneburg entscheiden. Sie sind aufgerufen, im Rahmen der Förderinitiative „Das tut gut“ für die aus ihrer Sicht unterstützenswertesten Vorhaben in der Region zu stimmen. 158 Vereine, Initiativen und Institutionen aus Stadt und Landkreis haben sich um eine finanzielle Unterstützung beworben, 145 Projekte erfüllen die Förderkriterien und stehen nun zur Wahl. Insgesamt schüttet das Geldinstitut 160 000 Euro aus.

Nach der überwältigenden Resonanz der Premiere im vergangenen Jahr hatte die Sparkasse die ausgelobte Summe ihrer inzwischen mit dem Sparkassen-Oskar für die beste Marketing-Idee des Jahres preisgekrönten Initiative noch einmal um 10 000 Euro aufgestockt. Wie viele Projekte zum Zuge kommen, steht noch nicht fest, da die Antragsteller unterschiedlich hohe Summen für die Umsetzung ihrer Ideen benötigen. Im vorigen Jahr profitierten 24 Gruppen von dem Geldregen, zwei Drittel haben das Geld inzwischen abgerufen, bis Ende dieses Jahres werden auch die übrigen folgen.

Das Grundprinzip ist bei der Neuauflage unverändert: Die Projekte sind in drei verschiedene Größenkategorien eingeteilt, je nach Mitgliederzahl und Bekanntheitsgrad des Vereins oder der Institution, der oder die das Geld haben möchte. So soll sichergestellt sein, dass der Sportverein mit 3000 Mitgliedern gegenüber dem Chor mit zehn Sängern nicht unverhältnismäßig im Vorteil ist.

In der Größenklasse „Klein“ konkurriert der Geflügelzüchterverein Lüneburg, der seinen Vogelpark verschönern will, mit dem Dorfgemeinschaftsförderungsverein Stiepelse, der auf neue Fenster für das Dorfgemeinschaftshaus hofft, und dem Förderverein der Hofschule Wendisch Evern, der das Schülertheater ausstatten möchte. In der Kategorie „Mittel“ hofft der Windmühlenverein Bardowick auf Geld für neue Vitrinen und der Schützenverein Brietlingen auf Unterstützung beim Neubau des Schießsportzentrums. Bei den „Großen“ buhlt der TSV Adendorf mit seinem Antrag für die Erneuerung des Umkleide- und Sanitärbereichs im Sporthaus genauso um Stimmen wie der Reit- und Fahrverein Lüneburg, der sich ein beheizbares Tränkensystem für den Reitstall wünscht. Einige Projektideen sind bekannt aus dem Vorjahr, aber 82 Prozent der eingereichten Anträge sind neu. Relativ wenige Ideen gibt es im Bereich Umwelt, die meisten Projekte sind dem Sozialen zuzuordnen.

Janine Harms und Irina Gewald-Gebhardt, die den Wettbewerb bei der Sparkasse federführend betreuen, wollen zwar keine Partei ergreifen, drei Ideen aber blieben bei ihnen besonders haften: Der Verein Lüneplatt will dafür sorgen, dass die Märchen in den Buden beim Weihnachtsmarkt auch auf Plattdeutsch erklingen; die inklusive BlueBand hofft auf neue Instrumente; die Dorfgemeinschaft Dachtmissen möchte für den jährlichen Laternenumzug märchenhafte Figuren im Wald aufstellen.

Die Abstimmungsbögen werden in der kommenden Woche mit dem Kundenmagazin an alle Giro-Privileg-Kunden verschickt. Dann bleibt bis zum 31. August Zeit, je eine Stimme pro Kategorie zu vergeben und den Wahlbogen bei der Sparkasse abzugeben oder ihr zuzuschicken. Details zu den einzelnen Projekten gibt’s unter www. sparkasse-lueneburg.de im Internet und in den Filialen. Im September wird sich dann entscheiden, wer das beantragte Geld auch bekommt.