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Besser geht’s nicht

lkö Lüneburg. Ihre Schulsachen hat sie noch nicht weggeworfen und hat es auch nicht vor. „Vielleichtkann die ja noch jemand gebrauchen“, sagt Mareile Menge. Die Abiturientin des Bernhard-Riemann-Gymnasiums hat das beste Abitur in Stadt und Landkreis Lüneburg in diesem Jahr gemacht — mit dem perfekten Notenschnitt von 1,0. „Ich hab‘ damit überhaupt nicht gerechnet“, gibt sie sich bescheiden, „aber mich natürlich tierisch gefreut.“
Biologie, Chemie, Mathematik, Politik und Englisch waren ihre Prüfungsfächer. Ob sie besonders viel gelernt habe für ihren Abschluss? Die 18-Jährige antwortet: „Ich habe schon für die Vorabiklausuren im Februar gelernt und war ganz gut dabei. Und Freizeit musste ja auch sein.“ Am liebsten habe sie sich den Abistress weggetanzt oder im Fitnessstudio weggeschwitzt, verrät Mareile Menge. Natürlich habe sie sich auch vor den Prüfungen noch viel mit ihren Freunden getroffen. „Meine Note habe ich dann nur meinen engsten Freunden erzählt, die haben sich alle sehr für mich gefreut“, erzählt die Lüneburgerin lächelnd.
Sie sei immer sehr gut gewesen in der Schule, natürlich habe es da auch mal Neider gegeben, die ihr den Streber-Stempel aufdrücken wollten. „Ach, das stört mich nicht. Diejenigen, die so etwas sagen, kennen mich ja gar nicht richtig. Und meine Freunde wissen ja, wie ich bin“, ist sich die Abiturientin sicher. Und ja, es gebe da auch etwas, das ihr nicht so gut liege: „In Sport hatte ich immer ’ne 3, Schulsport war nicht so mein Ding“, verrät die begeisterte Tänzerin schmunzelnd.
Eine Karriere als Profisportlerin strebt Mareile Menge ja auch nicht an, sie möchte Pharmazie oder Biochemie studieren: „Meine Schwester macht gerade ihren Doktor in Pharmazie, sie hat immer viel davon erzählt, so bin ich drauf gekommen.“ Vorher will sie noch ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr machen, in Hannover oder Braunschweig. Noch hat sie keine Bestätigung, aber „die Bewerbungsgespräche liefen ganz gut“. Am liebsten würde sie den Platz bekommen, der sich mit Molekularer Medizin beschäftigt. In Arbeitsgruppen würde sie dann Wissenschaftler beim Forschen unterstützen. „Natürlich nicht so tiefgehend, aber ich denke schon, dass ich einfache Versuche durchführen darf“, mutmaßt Mareile.
Das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr würde im September beginnen. Jetzt genießt Mareile erstmal die freie Zeit mit ihren Freunden, geht feiern und ein bisschen arbeiten. Man hört die Erleichterung in ihrer Stimme, als sie sagt: „Ich hatte eine schöne Schulzeit, aber jetzt bin ich froh, dass ich durch bin und freue mich auf alles, was noch kommt.“