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Last Minute zur Lehrstelle

red Lüneburg. Traditionell im August werden wieder viele Jugendliche in Stadt und Landkreis Lüneburg mit einer Ausbildung beginnen. Doch viele Jugendliche sind noch ohne Ausbildungsplatz, für sie haben die Berufsberatung und der Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern eine Last-Minute-Aktion organisiert: Am Mittwoch, 17. Juli, können sich Jugendliche von 9 bis 13 Uhr in der Arbeitsagentur, An den Reeperbahnen 2, ohne vorherige Terminvereinbarung beraten lassen und über freie Lehrstellen informieren.

Ende Juni waren im Agenturbezirk Lüneburg-Uelzen noch 1164 Ausbildungsstellen unbesetzt und gleichzeitig 1841 gemeldete Bewerber ohne Ausbildungsstelle. Die Palette der freien Stellen reicht von A wie Altenpfleger und Augenoptiker über Kraftfahrzeugmechatroniker und Medizinischer Fachangestellter bis Z wie Zahntechniker und Zimmerer – jeweils für junge Frauen und Männer. Dabei sind Angebote für Schulabgänger aller Schulformen, also von Haupt- über Realschule bis hin zu Gymnasium und Fachoberschule. „Wer bisher noch keine Ausbildungsstelle gefunden hat oder noch nicht bei der Berufsberatung war, sollte die Aktion nutzen“, rät Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur. Auf jeden Fall sollten Interessenten das aktuelle Zeugnis mitbringen.

Jugendliche, die dieses Jahr die Schule verlassen haben und noch kein persönliches Gespräch bei ihrem Berufsberater hatten, sollten schnell einen Termin vereinbaren, empfiehlt Passier. Unkompliziert und rund um die Uhr geht’s auf www. arbeitsagentur.de unter der Rubrik „Kontakt“. Nach der Anmeldung ruft das Team des Service-Centers zurück und vereinbart den Termin. Natürlich kann der auch direkt im Service-Center unter der kostenfreien Nummer Tel.: (0800) 45 55 55 00 vereinbart werden.

Jugendliche, die noch „mehrere Eisen im Feuer“ haben, sollten sich bald entscheiden – schon aus Gründen des Fair Play, denn dann können freie Ausbildungsplätze gezielt denjenigen vorgeschlagen werden, die noch auf der Suche sind.

Seit Oktober haben sich 4165 Jugendliche aus dem Agenturbezirk Lüneburg-Uelzen als Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung gemeldet. Das sind 269 (6,1 Prozent) Bewerber weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig, wenn auch nicht im gleichen Umfang, sank die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 142 (5,3 Prozent) auf 2549.

Dennoch schätzt Bernd Passier die Lage auf dem Ausbildungsmarkt als stabil ein: „Die Chancen für Schulabgänger sind deutlich besser als noch vor einigen Jahren. Es gibt noch eine Vielzahl an freien Ausbildungsstellen in unterschiedlichen Berufen.“ Passiers Tipp: Seine Chancen verbessert derjenige, der offen für Alternativen ist. Zudem stehen die sogenannten Primärtugenden wie Engagement, Pünktlichkeit, Motivation und Höflichkeit bei Arbeitgebern hoch im Kurs. „Die Jugendlichen sollten auf jeden Fall am Ball bleiben, denn gerade jetzt und in den ersten Monaten des Ausbildungsjahres bewegt sich noch viel auf dem Ausbildungsmarkt.“