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Jetzt wird es endlich Sommer

as Lüneburg. Am liebsten natürlich bei warmem Wetter, aber auch bei Regen und kühlen Außentemperaturen gibt es für Margitta Glienke jeden Morgen um 7 Uhr nur eins: Dann zieht sie ihre Runden im Freibad Hagen. „Danach fühle ich mich fit wie ein Turnschuh“, sagt die Lüneburgerin, die zur Riege der 25 Frühschwimmer im Freibad Hagen gehört. Anlässlich des Saison-Bergfestes servierte die Kurmittel GmbH diesen Dauergästen ein Frühstück inklusive Sekt und Selter – auch zum Anstoßen auf noch wärmere Tage. Denn nicht alle Badegäste sind so beinhart wie die Frühschwimmer – das Regenwetter der vergangenen Wochen hat bisher in den Freibädern in Stadt und Kreis eher für verhaltene Besucherzahlen gesorgt.

Bis Ende Juni tauchten im Freibad Hagen 25 698 Gäste ab, im vergangenen Jahr waren es in diesem Zeitraum 26 439. Mit Rückblick aufs mieselige Wetter sei dies dennoch ein guter Start, meint Claudia Bitti, Sprecherin der Kurmittel GmbH, die auch Zahlen für die Salztherme Lüneburg (SaLü) nennt: Im Mai/Juni 2013 kamen 37 166 Besucher, im Vergleichszeitraum 2012 waren es 47 081. Die guten Wetterprognosen fürs Wochenende lassen Stephan Blischnok, Schwimmmeister im Freibad Hagen, hoffen, dass es ab dann im Bad brummt. „Allerdings brauchen die Lüneburger immer erst zwei, drei Tage blauen Himmel, bis sie kommen“, ist seine Erfahrung.

Die teilt Bernd Holler, Betriebsleiter im Freibad Adendorf, das am 11. Mai in die Saison startete und bisher 30 000 Besucher verzeichnete (2012 waren es in diesem Zeitraum 32 000). „Das ist doch nichts. Der Regen ist gut fürs Gras, aber nicht für die Besucher“, sagt er. Die „ganz Harten“ kommen dennoch jeden Tag ab 6 Uhr, danach ziehen die Senioren ihre Bahnen, auch „weil wir zweimal pro Woche kostenlos Seniorengymnastik um 8.30 Uhr anbieten“.

Das Waldbad Amelinghausen verzeichnet bisher 12 139 Gäste (2012: 13108). Beheizt wird es laut Stephan Kaufmann, Verwaltungsmitarbeiter der Samtgemeinde Amelinghausen, mit dem Nahwärmenetz. Daher seien Wassertemperaturen von 27/28 Grad garantiert. „Das ist unser Vorteil auch bei schlechtem Wetter und wird besonders von den Frühschwimmern sowie Badegästen am Abend geschätzt.“ Außerdem eignet sich das mollige Wasser bestens für die Schwimmkurse für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren.

Auf sommerliche Temperaturen hofft auch Simone Lammert-Müller, Schwimmmeisterin im Waldbad Alt Garge. Rund 6100 Gäste kamen bisher. Voll werden könnte es am kommenden Sonnabend, 6. Juli, wenn ein Turmspringen in verschiedenen Kategorien – „vom Arschbomben-Contest bis Freestyle“ – lockt. „Start ist um 14 Uhr. Mitmachen kann jeder. Die Startgebühr ist ein Euro, es winken viele Preise.“

Das Waldbad Bienenbüttel zählt seit dem Saisonstart 17 000 Gäste. „Im vergangenen Jahr hatten wir insgesamt 44 000 Besucher. Um das Ergebnis noch erreichen zu können, müsste es Dauer-Sonnenschein geben“, meint Andreas Schwiers, Fachbereichsleiter Ordnungs- und Sozialwesen bei der Gemeinde. Und selbst in guten Jahren ist es hier wie auch in anderen Kommunen: Der Betrieb von Freibädern ist nicht kostendeckend, unter anderem aufgrund hoher Energiekosten.

„Der richtige norddeutsche Sommer muss noch kommen, damit wir am Ende der Saison das Ergebnis von insgesamt 61 000 Besuchern in 2012 erreichen“, meint Peter Verdonck, Betriebsleiter des Waldbads Salzhausen. In diesem Jahr kamen bis gestern „genau 22 973 Besucher“. Petra Gebert, Betriebsleiterin des Naturbades Bardowicker Strand, meldet rund 4000 Besucher, „das hält sich die Waage im Vergleich mit 2012, aber nächste Woche soll’s ja schöner werden“.