Aktuell
Home | Lokales | Eigenes Kraftwerk für die Ringstraße
3393456.jpg

Eigenes Kraftwerk für die Ringstraße

lz Lüneburg. Statt Dutzender Heizungen soll ein Blockheizkraftwerk künftig Wohnungen an der Ringstraße mit Wärme versorgen. Jetzt wurde der erste Teil der Anlage nach wenigen Wochen Bauzeit fertiggestellt. Im nächsten Jahr soll das Kraftwerk zudem Strom liefern. Betrieben wird der unscheinbare Komplex an der Ecke Auf der Höhe/Ringstraße von der Lüwobau Verwaltungs GmbH, einer Tochter der überwiegend kommunalen Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft (Lüwobau).

„Wenn beide Bauabschnitte umgesetzt werden, ersetzen wir mit einer einzigen Heizzentrale 184 Einzelthermen. Dies ist im Betrieb wesentlich wirtschaftlicher, künftig muss nur noch eine große Anlage gewartet und instand gehalten werden statt 184 kleiner Thermen“, sagte Henning Müller-Rost, Prokurist der Lüwobau Verwaltungs GmbH. Zusätzlich lässt die Lüwobau derzeit ihre Häuser in der Ringstraße unter energetischen Gesichtspunkten modernisieren: Fenster werden erneuert, Dachflächen isoliert und neu gedeckt, die Kellerdecken gedämmt. Ein Gesamtpaket für die verbesserte Energieeffizienz. Langfristiges Ziel des Gemeinschaftsprojektes der Lüwobau und ihrer Tochtergesellschaft ist nicht nur eine optimale Wirtschaftlichkeit und damit günstigere Preise für die Mieter, sondern auch eine Minimierung der C02-Produktion.
Den Vorteil eines Blockheizkraftwerks sieht die Betreibergesellschaft im Gegensatz zu einer konventionellen Wärmeerzeugung darin, dass die Anlage mit Biomethan betrieben wird, aus dem Wärme „zu 100 Prozent biologisch und annähernd C02-neutral gewonnen werden kann“. Allein mit der Umsetzung des ersten Bauabschnittes könnten jährlich rund 190 Tonnen C02 eingespart werden. Mit dem Anschluss des zweiten Bauabschnittes 2014 werde sich die Zahl verdoppeln.

Der durch die Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Strom als „Abfallprodukt“ werde wiederum ins Netz des örtlichen Betreibers eingespeist und von diesem entsprechend vergütet. Mit dieser Subventionierung und einem „fair verhandelten Gaspreis“ sei man folglich in der Lage, auch einen günstigen Wärmepreis anzubieten, dieser komme den Mietern zugute. Als Spitzenleistung könne die neue Heizzentrale an der Ringstraße 900 Kilowatt vorweisen. Der erhöhte Wärmebedarf in den Wintermonaten werde durch drei zusätzliche Spitzenlastkessel aufgefangen.