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Start mit Hindernissen

lkö Lüneburg. Rolf und Lieselotte Schulz wollten eigentlich nur ganz gemütlich frühstücken am Stint. Doch im sonst so ruhigen Hafen wurde es gestern doch aufregender als gedacht. Der Salz-Ewer, der gemeinsam mit dem Prahm im Hafen liegt, sollte in Richtung Bardowick aufbrechen, um eine Gruppe von Kindern, die gerade in der Jugendherberge zu Gast ist, abzuholen. Doch dabei lief der Ewer auf Grund. „Es war zu wenig Wasser im Hafen, und das Wehr war zu“, erklärt Michael Anders, der zuständig ist für Ewer und Prahm und die Boote mit Jugendlichen gebaut hatte. Aber mit „seemännischen Tricks“ sei das Problem schließlich gelöst worden.

Rolf Schulz hat das Manöver genau beobachtet, schoss auch Fotos von der Aktion, er erzählt: „Es wurde ein Seil gespannt, dann wurde erst per Hand gezogen, danach ein Lkw davor gespannt.“ Das Spektakel auf der Ilmenau habe viele Zuschauer angelockt. Lieselotte Schulz fand besonders bemerkenswert, dass auch Touristen mitgeholfen hätten, den Ewer aus dem Schlamassel zu ziehen.

Nach ungefähr drei Stunden habe das Boot dann zu seiner Fahrt aufbrechen können, die acht Kinder, die zuvor das Salzmuseum besichtigt hatten, hatten trotz Verzögerung viel Spaß an Bord. Es war erst das dritte Mal, dass der Ewer in diesem Jahr auf die Reise ging. „Wir dürfen ihn nur gelegentlich nutzen, und auch nur in Zusammenhang mit dem Museum. Die Kinder haben heute viel über den Ewer erfahren und darüber, wie früher das Salz transportiert wurde“, erklärt Michael Anders.