Dienstag , 27. September 2016
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Neuanfang nach dem Brand

dth Amelinghausen. Jetzt helfen nur noch die Abrissbagger, obwohl das Marktgebäude, zumindest von der Straßenseite aus gesehen, noch intakt erscheint. Vor einem Monat wütete nachts in der Lagerhalle des Raiffeisenmarktes Amelinghausen ein heftiger Brand. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Amelinghausen, Wetzen, Oldendorf, Drögennindorf und Salzhausen hatten noch versucht, den vorderen Teil des Gebäudes zu halten. Jetzt steht aber fest, der Gebäudeteil ist nicht mehr zu nutzen, sagt Grit Worsch, Vorstandsmitglied der Volksbank Osterburg-Lüchow-Dannenberg eG, zu deren Geschäft die Raiffeisenmärkte gehören. Der zunächst von der Polizei auf 500 000 Euro geschätzte Schaden habe sich nun auf rund eine Million Euro erhöht. Der Lichtblick: Die Versicherung zahlt offenbar und für die fünf Mitarbeiter des Marktes gibt es eine Perspektive.

Laut Brandgutachten der Polizei Lüneburg habe sich nun der Verdacht bestätigt, dass es sich um Brandstiftung handelte. Polizei-Sprecherin Nicole Winterbur sagte: „Es ist aber nicht mehr festzustellen, ob es sich um vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung handelte.“ Darauf angesprochen, sagte Worsch: „Unsere Mitarbeiter haben sich immer vorbildlich und vorsichtig verhalten. Auch haben wir uns von keinem Mitarbeiter in Unfrieden getrennt.“ Jörg Sabotta, Spartenleiter Raiffeisenmärkte, vermutet: „Vielleicht hat jemand Fremdes an den losen Bahnschwellen hinter der Lagerhalle gekokelt.“

Bei dem Brand sind in der Lagerhalle auch Dünge- und Pflanzenschutzmittel für den Gartenmarktbereich in Rauch aufgegangen. Wegen des giftigen Qualms waren Anwohner aufgefordert worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Frauke Noweck, Sprecherin des Kreises Lüneburg, sagt: „Wir haben aber keine Daten darüber, welche Emissionen durch den Brand freigesetzt wurden.“ Denn der angeforderte ABC-Messzug der Kreisfeuerwehr war zu dem Zeitpunkt beim Hochwassereinsatz in Amt Neuhaus. Noweck: „Was in der Luft war, hat sich mittlerweile längst verflüchtigt. Allerdings rät unser Gesundheitsamt, dass diejenigen, die noch immer Brandgeruch in der Wohnung haben, einmal kräftig durchwischen sollten.“ Wer darüber hinaus noch große Bedenken habe, könne sich direkt an das Gesundheitsamt wenden unter Tel.: 0 41 31 / 26 15 00.

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