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Bauern helfen Kollegen in Not

off Lüneburg. Die Solidarität in der Landwirtschaft bricht auch Wochen nach der Flut nicht ab. Landesweit haben die Kreisverbände des Deutschen Bauernverbandes ihre Mitglieder dazu aufgerufen, von der Flut betroffene Berufskollegen zu unterstützen – mit überwältigendem Erfolg. „Bei uns haben Landwirte bis aus Georgsmarienhütte oder Melle angerufen, die bereit sind, Futtermittel zu spenden“, sagt Urte Rötz, stellvertretende Geschäftsführerin des Bauernverbandes Nordostniedersachsen (BVNON). „Wer Hilfe braucht, soll sich bei uns melden.“

Das Hochwasser hat an der Elbe auch Hunderte Hektar Grünland und Acker überflutet, zusätzlich drohen durch Qualmwasser zum Teil erhebliche Ernteeinbußen. Das trifft die Landwirte finanziell, noch viel größere Sorgen bereitet vielen von ihnen allerdings die drohende Futternot. Bauern wie der Radegaster Hans-Günter Kubelke haben bereits erste Rinder verkauft, um weniger Tiere von zu wenig Futter satt bekommen zu müssen. Ein weiteres Problem: „Viele Landwirte können ihre Tiere nicht rauslassen, weil die Flächen noch überflutet oder unnutzbar sind“, sagt Urte Rötz. Das erfordert nicht nur zusätzliches Futter, sondern auch zusätzliches Stroh zum Einstreuen der Ställe. Beides Mangelware.

Doch die Hilferufe der betroffenen Landwirte blieben nicht ungehört. „Es liegen uns mittlerweile jede Menge Angebote für Futterspenden vor“, sagt Urte Rötz, „einige Spender sind sogar bereit, das Futter selbst zu bringen.“ Den Kontakt zu den Spendern vermittelt der Bauernverband, „alles Weitere sollen die Landwirte dann direkt miteinander vereinbaren.“

Kontakt für hochwassergeschädigte Landwirte, die auf der Suche nach Futter sind: BVNON in Lüneburg, Tel.: 041 31/86 29 23.