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Wohnen und einkaufen am Schiffshebewerk

off Scharnebeck. Das Ziel verfolgen Gemeinde und Samtgemeinde Scharnebeck bereits seit Jahren. Jetzt liegt für die Umgestaltung des Hebewerkumfeldes ein Gesamtkonzept vor – mit drei zentralen Bestandteilen. Erstens: Ausbau des gastronomischen und touristischen Angebots rund ums Eiscafé, Ecke Adendorfer Straße/Kreisstraße. Zweitens: Bau eines weiteren Supermarktes und einer Drogerie neben Aldi. Und drittens: Errichtung neuer Wohnhäuser nordöstlich des geplanten Einkaufszentrums. „Der Bauausschuss der Gemeinde hat den Plänen bereits zugestimmt“, sagt Scharnebecks Bürgermeister Dr. Dieter Heidelmann (SPD). Nun müssen die Ratsmitglieder in Gemeinde und Samtgemeinde noch die baurechtlichen Voraussetzungen schaffen, Bebauungs- sowie Flächennutzungsplan ändern.

Zwei Investoren hatten dem Scharnebecker Bauausschuss in der jüngsten, nichtöffentlichen Sitzung ihre Pläne für das Hebewerksumfeld präsentiert. „Entschieden haben wir uns für das Konzept des Investors Jürgen Sallier, das den Bau des Einkaufszentrums und mehrerer Wohnhäuser umfasst“, sagt Heidelmann. Rede und Antwort standen dem Ausschuss zudem Vertreter von Aldi und Edeka, „Aldi möchte sein Gebäude um 200 Quadratmeter erweitern, Edeka einen 1500 Quadratmeter großen Markt neu bauen.“ Als Drogerie sei Budnikowski im Gespräch, so Heidelmann.

Der einzige Wermutstropfen an den Plänen: Für den neuen Markt an der Kreisstraße würde Edeka seinen Laden in der Ortsmitte voraussichtlich aufgeben. „Das heißt, wir müssen uns um eine sinnvolle Nachnutzung kümmern, sodass es auch innerhalb des Ortes weiterhin eine Möglichkeit zum Einkaufen gibt“, betont Heidelmann.

Unabhängig davon hat der Besitzer des Eiscafé-Gebäudes laut Heidelmann angekündigt, das Haus womöglich abzureißen und ein neues zu bauen. Dort würde die Samtgemeinde gerne ihre Touristinformation einrichten. „Das ist bisher nur eine Idee“, sagt Verwaltungschef Laars Gerstenkorn, „aber wenn sich das realisieren ließe, wären wir mit der Umgestaltung des Hebewerkumfelds ein bedeutendes Stück weiter.“

Doch bis dahin müssen die Pläne noch einige politische Gremien passieren, die Gemeinde muss ihre Verwaltungshausaufgaben machen.

„Bisher ist das gesamte Hebewerksumfeld als Gebiet für Tourismus ausgewiesen“, sagt Bürgermeister Heidelmann, „in Zukunft soll die Fläche aufgeteilt werden in die Sondergebiete Tourismus und Lebensmitteleinzelhandel.“ Auf Gemeindeebene hat der Bauausschuss die Änderung des B-Planes bereits angeschoben. Ein erster Schritt auf dem Weg zu einem neu gestalteten Hebewerksumfeld.