Mittwoch , 28. September 2016
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Ein erfrischender Spaß

ca Lüneburg. Bei der Hitze zählt der Pool in Hagen zu den angenehmsten Plätzen der Stadt. Doch nicht jedem im Becken geht es nur um Erfrischung. Beim 24-Stunden-Schwimmen am Wochenende dürfte mancher wohl gar im Wasser ins Schwitzen geraten sein, etwa Anne Mozian. Die hat von Sonnabend auf Sonntag 18 100 Meter im Freibad geschwommen, Nico Parketoris, quasi die männliche Konkurrenz, schaffte 10 800 Meter. Beides Werte, die Reinhard Schreiber beachtlich findet. Der SaLü-Bereichsleiter hatte das Spektakel gemeinsam mit dem Sportverein LSV organisiert – zum ersten Mal. Mit der Resonanz bei der Premiere ist er hochzufrieden: „Wir hatten 268 Teilnehmer, das ist ein super Wert.“

Es gehe nicht um Geschwindigkeit, sondern ums Dabeisein, sagte Schreiber, der auch selber seine Bahnen zog: „Jeder bekommt eine Urkunde fürs Mitmachen.“ Besonders freute er sich über die jüngsten Teilnehmer, Jungen und Mädchen, die ihr Seepferdchen-Abzeichen abgelegt haben und im Becken eifrig paddelten: „Die Kinder sind Feuer und Flamme.“

Mit großem Elan pflügte aber auch die älteste Schwimm-Nixe durchs Wasser. Unermüdlich legte Brigitte Janszikowsky 50-Meter-Bahn um 50-Meter-Bahn zurück. „5000 Meter will ich schaffen“, sagte die 68-Jährige am Sonnabendmittag, am Ende wurden es gar 12 500 Meter Brust- und Rückenschwimmen.

Davon war Organisator Reinhard Schreiber ebenso beeindruckt wie vom Ergebnis beim Geisterstunden-Pokal, der von Mitternacht bis ein Uhr ausgeschwommen wurde. Dominik Fross habe binnen einer Stunde 4000 Meter im Becken absolviert, die schon erwähnte Anne Mozian brachte es in dieser Zeit auf 2100 Meter.

SaLü-Geschäftsführer Dirk Günther, der den Wettbewerb ebenfalls begleitete, und seine Mitstreiter blickten immer wieder sorgenvoll zum Himmel. Denn sie befürchteten Gewitter – bei Blitzen müssen die Schwimmer sofort aus dem Wasser. Während es tagsüber bei dunklen Wolken blieb, bewerteten die Veranstalter die Lage in der Nacht als kritisch: Viermal unterbrachen sie das Schwimmen vorsichtshalber, um niemanden der Gefahr eines Blitzschlages auszusetzen.

Nach einer mehr spontanen Idee haben Reinhard Schreiber und die Aktiven vom LSV zwei Monate Vorbereitungszeit in den von zehn bis zehn dauernden Schwimmtag gesteckt. „Das war eigentlich zu wenig, haben wir gemerkt“, sagt Schreiber, der sich freute, dass zwei Dutzend Vereinsmitglieder und gut 15 SaLü-Mitarbeiter die Veranstaltung als Aufsicht, Zeitnehmer und Aufbauhelfer unterstützt haben. Im kommenden Jahr wollen sie mit der Vorbereitung früher beginnen, denn eine Wiederholung des 24-Stunden-Schwimmens ist bereits beschlossene Sache.