Donnerstag , 29. September 2016
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Spiel, Spaß und schweres Gerät

sel Adendorf. Das Dach des weißen Golfs ist abgefräst, die Fahrertür lehnt am Heck des Fahrzeuges, Spreizer und Scheren halten weitere Teile des Chassis auf Abstand. Auch die Windschutzscheibe fehlt. „Als einer der ersten Schritte bei einer Rettungsaktion wird die Zugangsöffnung gelegt, um an die verletzte Person heranzukommen“, erläutert Andreas Apeldorn. Er ist Kreispressewart der Feuerwehr, Gruppenführer bei der Adendorfer Feuerwehr und war am Sonnabend Moderator des Sommerfestes der Brandschützer.

Die Adendorfer Wehr präsentierte ihren Fuhrpark und ihre technische Ausstattung – der aufgebockte, zerlegte Golf gehörte zu den Anschauungsobjekten, die viele Blicke auf sich zogen. „Bei einem Unfall ist das Fahrzeug natürlich demoliert, und es ist schwieriger, die Zugangsöffnung zu legen“, erläuterte Apeldorn. Außerdem hänge das Vorgehen der Lebensretter immer von der Einschätzung des Notarztes ab. Bei anderen Einsätzen, beispielsweise in unwegsamem Gelände, werden Verletzte mittels Schleifkorbtragen wegtransportiert – auch dieses Gerät wurde beim Sommerfest ausgestellt und auf einer Schautafel erläutert.

Um diese und andere Geräte bedienen zu können, müssen die Mitglieder der Adendorfer Kinderfeuerwehr noch etwas wachsen. Was sie aber bereits heute können, das demonstrierten sie mit einer kleinen Einlage. „Wir sind die Jüngsten, aber ein starkes Element in der Feuerwehr“, riefen sie ihrem Publikum zu. An fünf Stationen konnten sie sich sowie sämtliche anderen jungen Gäste in Geschicklichkeitsspielen beweisen. Dem neunjährigen Philip aus Adendorf gelang das besonders gut. So gab beispielsweise der „heiße Draht“ keinen Pieps von sich, als Philip den kleinen Reifen mit ruhiger Hand um die engen Kurven zirkelte. „Ich war schon zweimal beim Sommerfest der Feuerwehr“, verriet er zwischen den einzelnen Spielstationen. „Am besten gefällt mir das Wasserstrahlschießen.“

Das hatte es auch dem fünfjährigen Jan-Luca angetan, der per Wasserstrahl zielsicher Dosen im Nullkommanichts zum Umstürzen brachte. Der Autoclub Europa demonstrierte, wie man am Besten mit heißem Öl umgeht, um Küchenbrände und den Einsatz der Feuerwehr zu vermeiden. Die DLRG lud in ihr Rettungsboot ein, und das THW präsentierte den zahlreichen Besuchern, unter ihnen viele Vertreter der kommunalen Politik, sein blaues Flaggschiff. Ortsbrandmeister Markus Braun und sein Team, die das Sommerfest bereits zum dritten Mal am neuen Standort am Röthenweg organisiert hatten, waren mit dem Zuspruch und dem lebhaften Interesse an ihrer ehrenamtlichen Arbeit zufrieden.