Dienstag , 27. September 2016
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Zum Wohle des Wahrzeichens

sel Südergellersen. Mit einigen Handgriffen hat die Jugendfeuerwehr um Daniel Weber am Sonnabend, 3. August, die Wasserversorgung aufgebaut – den Unterflurhydranten angesetzt, die Wasserschläuche angeschlossen und miteinander verbunden. „Wasser marsch“, ruft Marlon zum Abschluss der Trockenübung, mit der die Nachwuchskräfte den Zuschauern zeigen, dass sie bereits als tüchtige Brandbekämpfer einsetzbar wären. Die Übung war Teil des Schlauchturmfestes, zu dem die Ortswehr Südergellersen die Einwohner seit 1994 einlädt – immer am ersten Sonnabend im August.

Und immer geht die Feier bis weit in die Nacht hinein, besser gesagt bis zum folgenden Morgen. „Um drei Uhr nachts wird die Musik abgestellt. Und um sechs Uhr bin ich immer zu Hause“, erzählt Ortsbrandmeister Carsten Stelter und grinst. Dass es Südergellersens Wahrzeichen, den Schlauchturm, überhaupt noch gibt, ist vor allem dem gleichnamigen Fest zu verdanken. Denn aus dem Erlös wird der knapp elf Meter hohe, schlanke Holzturm kontinuierlich renoviert. Und während die anderen Ortswehren ihre Schläuche zum Trocknen in das Feuerwehrtechnische Zentrum nach Scharnebeck bringen, nutzen die Südergellerser Brandbekämpfer ihren Schlauchturm zum Aufhängen und Trocknen der Schläuche. Zwar steht der Turm nicht mehr neben dem Feuerwehrgerätehaus, das 1980 an anderer Stelle neu gebaut wurde, aber der Standort auf dem Schmiedeberg hat den markanten Hochbau längst zum Wahrzeichen des Ortes gemacht.

Zum Sommerfest präsentierte sich der Holzturm jetzt mit neuem Anstrich. „Das hat unsere Wettkampftruppe gemacht“, berichtet Stelter. Mithilfe des örtlichen Dachdeckermeisters Dirk Müller wurden außerdem morsche Bretter ausgetauscht. Die wichtigsten Daten und Hintergründe hat der zehnjährige Max Müller im Rahmen eines Schulprojektes zusammengestellt – heute sind seine Erkenntnisse für alle Besucher gut lesbar neben der Eingangsluke zum Schlauchturm angebracht.

Die Südergellerser schätzen ihren Schlauchturm und das dazugehörige Sommerfest, nehmen nachmittags bei einem Schoppen Wein unter lauschigen Ahornbäumen auf Holzbänken Platz, bevor es am Abend deutlich lauter und fetziger zur Sache geht.