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Wie geht es wieder bergauf ?

dth Bispingen. „Wir warten quasi täglich auf die Entscheidung, wie es in Zukunft mit dem Snow Dome weitergeht“, sagt Leonie Stolz, Sprecherin der „Snow Dome Sölden in Bispingen GmbH“. Ende März hatte der Winter-Sportpark seine Pforten geschlossen, 137 feste Mitarbeiter und rund 100 Saisonkräfte vor die Tür gesetzt. Doch derzeit wird in der Ski-Halle wieder gearbeitet. Seit rund vier Wochen ist der komplette Schnee abgetragen, zirka 11 000 Kubikmeter, um die Haustechnik rund um Kühlsystem und Liftanlagen zu erneuern. Rund 1,5 Millionen Euro soll die Sanierung kosten – für eine noch ungewisse Zukunft.

Die Sanierung ist allerdings die Voraussetzung, dass es überhaupt eine positive Zukunft geben kann. „Zur neuen Saison im Herbst wird es wieder einen Ski-Betrieb geben“, zeigt sich zumindest Stefan Wittke, Sprecher des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, zuversichtlich. Das Ministerium steht im regelmäßigen Kontakt mit der Geschäftsführung des Winter-Sportparks. Immerhin hatte das Land den Bau des „Snow Dome“ einst mit 4,5 Millionen Euro gefördert, will nun die Entstehung einer Investitionsruine in der Heide verhindern.

Offen ist allerdings noch immer, unter welchen Voraussetzungen der Betrieb wieder aufgenommen wird: Ob die Bergbahnen Sölden GmbH als Betreiber weitermache, zusätz-liche Investoren ins Boot hole oder die Ski-Halle ganz an einen neuen Geldgeber verkauft werde, „das entscheidet Jakob Falkner in Absprache mit Investoren und Anteilseignern“, sagt Sprecherin Leonie Stolz. Falkner ist der Geschäftsführer der Muttergesellschaft „Ötztaler Bergbahnen“ mit Sitz im österreichischen Sölden. Zur Debatte stehen mehrere Nutzungskonzepte und deren Wirtschaftlichkeit. Im Gespräch ist etwa der Bau einer Windkraft- oder Photovoltaikanlage, um die Energiekosten für die Kunstschneeanlage zu reduzieren.

Mittlerweile sind auch die Rückzahlungsforderungen von 500 000 Euro kein Thema mehr. Für die Erschließung des Gewerbegebiets Horstfeld waren 2006 zugunsten des Ski-Hallen-Baus zusätzlich 1,7 Millionen Euro Landes- und Bundesmittel geflossen. Der Landesrechnungshof hatte bemängelt, dass Förderauflagen nicht eingehalten worden seien. „Das ist jetzt vom Tisch“, teilte kürzlich Bispingens Bürgermeisterin Sabine Schlüter mit.

Von den zunächst entlassenen Snow-Dome-Mitarbeitern seien laut Stolz 15 wieder eingestellt worden, die bei den Sanierungsmaßnahmen helfen, plus einem kleinen Team in der Verwaltung, um den Neustart im Herbst vorzubereiten – wie auch immer er aussehen mag.