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Ausgebrannter Pkw in Landschaft vergessen

dth Reppenstedt/Lüneburg. „Das ist eine absolute Frechheit“, ärgert sich Reppenstedts Alt-Bürgermeister Klaus Olshof. Als er jetzt mit dem Fahrrad zwischen Reppenstedt und Böhmsholz auf Fotosafari ging, kam ihm nun ein unschönes Motiv vor die Linse: Ein ausgebranntes Autowrack mitten auf einer Wiese. Olshof: „Unsere Natur ist doch kein Schrottplatz!“ An den Autoresten sind noch die Überbleibsel eines Polizeiabsperrbandes zu sehen. Das Wrack steht dort schon seit rund drei Wochen.

Die Polizei Lüneburg meldete am 24. Juni, dass in den Abendstunden des Vortages Polizei und Feuerwehr zu einem brennenden Pkw im Bereich des Verbindungsweges zwischen Gut Schnellenberg und Böhmsholzer Weg gerufen wurden. „Gegen 22:45 Uhr hatten Unbekannte dort einen Pkw Peugeot 206 in Brand gesetzt, so dass dieser komplett ausbrannte. Ermittlungen ergaben, dass das Fahrzeug bereits im Zeitraum vom 11. auf den 12. Juni in Hamburg gestohlen worden war. Die Polizei beschlagnahmte den Pkw für die weitere Spurensuche und -sicherung“, heißt es im Lüneburger Polizeibericht. Von der Beschlagnahmung zeugt noch das Flatterband.

Auf LZ-Nachfrage sagte Polizeisprecher Kai Richter: „Die Spurensuche hat vor Ort stattgefunden. Danach wäre es Aufgabe des Eigentümers gewesen, das Auto fachgerecht entsorgen zu lassen.“ Das Diebstahlopfer hatte aber offensichtlich andere Sorgen, als sich um die verbrannten Reste seines zuvor geklauten Wagens zu kümmern.

Also muss nun die zuständige Kommune ran. „Der Wagen steht definitiv auf Lüneburger Grund“, sagt Reppenstedts Alt-Bürgermeister Olshof, der es immer noch nicht fassen kann, dass das Wrack mit Wissen der Behörden wochenlang in der Natur stehen geblieben ist. „Davon haben wir jetzt erst erfahren“, sagte gestern Stadtsprecher Daniel Steinmeier nach Rücksprache mit dem Lüneburger Ordnungsamt. Heute werde ein Mitarbeiter des Zentralen Außendienstes der Hansestadt rausfahren und sich die Sache näher anschauen. Steinmeier: „Wir werden uns dann mit der Polizei Lüneburg und der Samtgemeinde Gellersen verständigen, damit das Auto so schnell wie möglich aus der Landschaft verschwindet.“