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Tierische Abkühlung

as Lüneburg. Das heiße Wetter macht nicht nur Menschen, sondern auch Haustieren zu schaffen. Die LZ sprach mit der Lüneburger Tierärztin Dr. Susanne Lange, was Halter in diesen Tagen beachten sollten.

Für Hunde und Katzen gilt gleichermaßen, sie brauchen unbedingt ein schattiges Plätzchen. „Denn sie kühlen sich nur begrenzt übers Hecheln sowie über das Schwitzen über die Pfoten ab“, erläutert Dr. Lange. Hundehaltern empfiehlt sie zudem, mit ihren Tieren nicht in der Mittagshitze, sondern besser morgens und abends die gewohnte große Runde zu drehen, tagsüber empfiehlt es sich nur, die nötigsten Gänge mit dem Hund zu gehen. „Extrem hitzeempfindlich sind Kaninchen, deshalb sollte man sie während der heißen Stunden eventuell in kühlere Räume bringen.“ Vogelkäfige nie am Fenster in der prallen Sonne stehen lassen.

Ganz wichtig ist es, dass die Tiere ausreichend mit Flüssigkeit/Wasser versorgt werden. „Wenn Katzen Nassfutter erhalten, ist darüber der Feuchtigkeitsbedarf bereits zu einem größeren Teil als bei Trockenfuttergabe abgedeckt. Um das Trinkverhalten von Katzen zu verbessern, sollten über die ganze Wohnung mehrere Wassernäpfe möglichst vom Fressplatz entfernt verteilt oder auch ein Trinkwasserbrunnen aufgestellt werden, die gut angenommen werden.“ Hunde freuen sich über jede Abkühlung zum Beispiel in der Ilmenau, Seen oder Planschbecken, nutzen das auch, um Wasser zu schlecken. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass der Hund nicht aus abgestandenen Pfützen oder Tümpeln trinkt, denn dort können sich Krankheitserreger gut vermehren. Dr. Lange hat darüber hinaus noch einen Tipp: „Leckerli in Wasser oder Joghurt einfrieren, so ein ,Hunde-Eis‘ in kleinen Mengen schlecken Hunde gerne.“

Am Herzen liegt der Tierärztin ein weiterer Hinweis: Tiere niemals im geschlossenen Auto zurücklassen, auch wenn der Halter vielleicht nur zehn Minuten unterwegs ist. „Das Fahrzeug heizt sich in kürzester Zeit zu einem Backofen auf, da hilft es auch nicht, das Fenster einen Spalt geöffnet und einen Wassernapf ins Auto gestellt zu haben. Auch in diesem Sommer gab es bereits wieder viele Hitzetode im Auto.“