Mittwoch , 28. September 2016
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Pisten sind bald wieder frei

lni Bispingen. Die im März geschlossene Skihalle Snow Dome in Bispingen soll wieder geöffnet werden. „Wir werden mit dem Snow Dome Bispingen zum Herbst 2013/Winter 2014 wieder an den Start gehen“, so Betreiber-Geschäftsführer José Fernandes gestern. Ein neues Konzept habe die Eigentümer von der Bergbahnen Sölden GmbH überzeugt. Dazu zählen ein verändertes Kühlungssystem und neue Öffnungszeiten.

Es werde 20 bis 30 Prozent weniger Stellen geben als vorher, sagte Fernandes. Durch die Schließung hatten 137 feste Mitarbeiter und 100 Saisonkräfte ihren Job verloren. Massiver Sanierungsbedarf der Wintersporthalle und hohe Energiekosten hatten die Eigentümer zu dem Schritt veranlasst.

Derzeit wird der Einbau neuer Kühltechnik für die 11 500 Kubikmeter Schnee und Eis vorbereitet. Das neue System soll den Schnee von unten kühlen und mit einem Blockheizkraftwerk bis zu 30 Prozent der bisherigen Kosten einsparen. Für die Arbeiten seien bereits 15 der entlassenen Mitarbeiter wieder eingestellt worden, sagte Sprecherin Leonie Stolz. Kühlanlagen, Schneekanonen und Lifte würden für rund 1,5 Millionen Euro wieder in Schuss gebracht werden.

Künftig soll die Halle in der Wintersaison erst am Nachmittag öffnen und am Wochenende ganztags genutzt werden. Im Sommer stehen die Pisten nur am Wochenende bereit. Gastronomie und Seminarbereich sollen ständig geöffnet sein.

Das Land Niedersachsen hatte den Snow Dome und die Infrastruktur mit 4,5 Millionen Euro gefördert. Man sei in guten Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium, sagte Fernandes. „In erster Linie geht es um die Bereitstellung von Know-how in Bezug auf Fördermöglichkeiten. Diese sind auf der einen Seite im Energiebereich denkbar, auf der anderen Seite aber auch bei der Qualifizierung von Personal.“ Im vergangenen Geschäftsjahr hatten Skihalle und Restaurants nach Angaben der Betreiber rund 500 000 Besucher.

Das Wirtschaftsministerium wolle das Projekt weiter begleiten, sagte Sprecher Stefan Wittke. Zurzeit lägen aber keine Anträge auf konkrete finanzielle Unterstützung vor.