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Filetstück hat neuen Besitzer

ahe Lüneburg. Die Sparkasse Lüneburg hat sich von einer Immobilie in 1a-Lage getrennt und den Komplex am Marktplatz, in dem das Modehaus P&C Hauptmieter ist, an ein Hamburger Versorgungswerk verkauft. Den Namen des neuen Eigentümers verrät die Sparkasse nicht, auch über den Kaufpreis sei vertraglich Stillschweigen vereinbart worden. „Man darf aber davon ausgehen, dass der Preis marktgerecht ist“, sagt Frank Elsner, Sprecher der Sparkasse.

Das Geldinstitut hatte in das Gebäudeensemble mit seinen insgesamt rund 5000 Quadratmeter Einzelhandels- und 1440 Quadratmeter Bürofläche auf einem 3800 Quadratmeter großen Grundstück gerade erst stolze zehn Millionen Euro investiert, um es für den Einzelhandel zu einem Filetstück in Toplage zu machen. Im März dieses Jahres hatte P&C nach seinem Umzug vom alten Standort an der Grapengießerstraße eröffnet. Weitere Büroflächen hat der Blutspendedienst der Asklepios-Kliniken angemietet.

Die Sparkasse begründet den Verkauf, der über den Hamburger Immobiliendienstleister Grossmann Partner abgewickelt wurde, mit ihrer Strategie, Objekte abgeben zu wollen, die sie für ihr originäres Geschäft nicht zwingend benötigt, in denen also weder eine Filiale noch Büros von Mitarbeitern untergebracht sind. „Die alte Stadtsparkasse mit zwei großen, einander gegenüberliegenden Gebäudekomplexen, auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre das heute langfristig nicht mehr sinnvoll“, sagt Vorstandsvertreter Henning Arens. Zum Käufer sagt er nur: „Es ist ein Versorgungswerk. Da Altersvorsorge dessen Geschäftsfeld ist, ist es an langfristigen Anlagemöglichkeiten interessiert.“

Auch wenn er sich zum Verkaufserlös nicht äußert – er dürfte nicht zuletzt wegen der eigenen Investitionen in die Sanierung deutlich im zweistelligen Millionenbereich liegen – wird sich das Geld in der Bilanz der Sparkasse gut machen. Und was passiert mit der Einnahme? Arens sagt: „Wir verleihen das Geld idealerweise an unsere Kunden.“ Das sei schließlich die Kernaufgabe der Sparkasse.