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Grünes Licht für eine Ampel

kre Neu Oerzen. Beharrlichkeit zahlt sich aus: Lange hatten die Eltern dafür gekämpft, dass die Schulbushaltestelle an der Bundesstraße 209 für ihre Kinder sicherer wird. Denn wenn die Grundschüler mittags mit dem Bus von der Schule kommen, müssen sie die vielbefahrene Bundestraße queren. In einem Bereich, in dem die Autos 70 km/h schnell fahren dürfen. ,,Jetzt hat der Landkreis in Gesprächen zugesichert, dass der Übergang durch eine Bedarfs-Ampel gesichert werden soll“, freuen sich Embsens Bürgermeisterin Anne-Carin Büttner (SPD) und CDU-Fraktionschef Rolf Storjohann, die fraktionsübergreifend — genauso wie alle anderen Mitglieder im Embsener Rat — lange für eine solche Lösung gekämpft haben.

Denn dass die Bushaltestellen-Situation etwa für die Kinder aus der Straße Am Timeloh alles andere als ungefährlich ist, hatte längst auch der Landkreis — zuständig für die Schülerbeförderung — erkannt. Zuletzt fand die Beförderung der betroffenen Schüler deshalb mit Taxis statt. ,,Kostengünstig ist diese Lösung auch nicht“, stellt Embsens Gemeindedirektor Peter Gentemann fest, der sich nun ebenfalls erleichtert zeigt angesichts des Versprechens des Kreises.

Die Entscheidung, die Bushaltestelle an der B209 durch eine Bedarfsampel sicherer zu machen, war in der vergangenen Woche bei einem Treffen mit Landrat Manfred Nahrstedt und dem Ersten Kreisrat Jürgen Krumböhmer gefallen. Von Embsener Seite hatten an dem Treffen Bürgermeisterin Anne-Carin Büttner (SPD), Gemeindedirekor Peter Gentemann und CDU-Fraktionschef Rolf Storjohann teilgenommen.

Dass jetzt in der Kreisverwaltung doch plötzlich grünes Licht für den Bau einer Ampelanlage gegeben wird, überrascht auch Gentemann. ,,Nachdem in der Vergangenheit entsprechende Vorschläge abgelehnt worden waren“, erinnert der Embsener Verwaltungschef.

Auch über die Finanzierung der Lichtzeichenanlage scheint bereits grundsätzliche Einigkeit zu bestehen: ,,Angedacht ist eine Drittel-Lösung“, berichtet Gentemann. ,,Die Kosten werden sich Landkreis, Samtgemeinde und Gemeinde teilen.“ Wie teuer die Anlage letztlich wird, steht allerdings noch nicht genau fest. Gentemann rechnet vorsichtig mit einer Summe von etwa 40000 Euro. Doch selbst, wenn es teurer werden sollte, ist das für Anne-Carin Büttner kein Hinderungsgrund: ,,Hier geht es nicht ums Geld, hier geht es um die Sicherheit unserer Kinder“, stellt die Bürgermeisterin fest. Allerdings muss der genaue Standort der Fußgängerampel noch in Absprache mit den Straßenbaubehörden festgelegt werden“, erläutert Gentemann.

Dass Landrat Manfred Nahrstedt sich jetzt für den Bau der Bedarfsampel ausgesprochen hat, freut die Embsener Politik: Denn damit ist auch ein früherer Vorschlag aus der Kreisverwaltung endgültig vom Tisch, nach dem die Bushaltestelle an den Ortsrand verlegt werden sollte. Dort, wo auch Fernfahrer parken. Außerdem sollte ein mehrerer hundert Meter langer unbeleuchteter Weg quer durch ein Wäldchen zu dem Parkplatz angelegt werden — als Fußweg für die Grundschüler. ,,Darauf hätten wir uns als Rat allerdings nie eingelassen“, schüttelt Storjohann noch immer fassunglos den Kopf.