Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Alisas Mama ist die Nummer 9

rast Lüneburg. Mit ihren vor Lebensfreude blitzenden Augen und ihrem ansteckenden Lächeln will Maike Bollow die Fans der Roten Rosen für sich gewinnen. Die gebürtige Berlinerin mit aktuellem Wohnsitz Hamburg wird die meiste Zeit der nächsten elf Monate in Lüneburg verbringen, sie ist die neunte Hauptdarstellerin der Erfolgsserie, die der ARD täglich einen Marktanteil von bis zu 21 Prozent beschert. Heute hat sie ihren ersten Drehtag in den Studios im Lüneburger Industriegebiet Hafen, heute surren die Kameras für die ersten Szenen der mittlerweile zehnten Rosen-Staffel. Die wird allerdings erst ab Mitte Oktober ausgestrahlt, bis dahin – der Folge 1600 – ist noch Sandra Speichert in der Hauptrolle auf den Bildschirmen zu sehen.

Premieren-Rose 2006 war Angela Roy, die zunächst nur für 100 Folgen mit Option auf 100 weitere engagiert wurde – daher zählen die ersten 200 Folgen als zwei Staffeln. Die folgenden Staffeln liefen dann immer über jeweils 200 Folgen. In den Hauptrollen agierten in der Reihenfolge Sabine Vitua, Annett Kruschke, Isabell Varell, Mona Klara, Saskia Valencia, Elisabeth Lanz und aktuell eben Sandra Speichert.

Mit Maike Bollow hat sich die Serienwerft Lüneburg als Produktion ein in der Branche beliebtes Schauspiel-Gesicht gesichert, das zudem auch eine Menge Serien-Erfahrung mitbringt, auch schon in einer Telenovela agierte. Zuletzt war sie in dem viel gelobten Kinofilm „Heute bin ich blond“ und in dem Tatort „Borowski und der brennende Mann“ zu sehen.

Ihre Ausbildung absolvierte Maike Bollow, die schon früh den Traum der Schauspielerei träumte und ihn dann ehrgeizig verwirklichte, bei Alphea Pouget im Bildertheater Bremen (1982 bis 1984), an der Stage School of Dance and Drama in Hamburg (1984 bis 1986) sowie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover (1987 bis 1991), wo sie ihren Abschluss als Diplom-Staatsschauspielerin machte. Schon bald stand sie auf den Theaterbrettern, war in der Zeit von 1991 bis 1999 festes Ensemblemitglied des Staatstheaters Hannover.

Auch die TV-Produzenten wurden auf Maike Bollow aufmerksam, die ihre erste Fernsehrolle von 1996 bis 1999 als Sprechstundenhilfe in der Serie „Freunde fürs Leben“ hatte. Sie wirkte in etlichen Fernsehfilmen mit, hatte Episodenrollen in Serien wie der „SoKo“-Reihe mit Einsätzen in Leipzig, Köln, München und Stuttgart. Ob „Rettungsflieger“, „Bella Block“, „Notruf Hafenkante“, „Landarzt“, „Küstenwache“ oder „Tatort: Die Ballade von Cenk und Valerie“ – die Produzenten buchen Maike Bollow gerne.

Dass sie auch den Anforderungen einer täglich laufenden Telenovela gewachsen ist, zeig-te sie in den Jahren 2009 und 2010, als sie die Adoptivmutter der Hauptfigur Alisa in „Alisa – Folge Deinem Herzen“ verkörperte. Ihre Arbeitseinstellung spiegelte sich in einem Interview wider, das sie zu ihrer Alisa-Zeit gab: „Auch wenn viele Menschen diese Serien eher belächeln, es ist eine anspruchsvolle Herausforderung.“ Und dieser stellt sie sich nun in Lüneburg. Welche Geschichten um sie herum gestrickt werden und mit welchen neuen Rosen-Darstellern sie agiert, verrät die Rosen-Produktionsfirma allerdings noch nicht.