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Ministerin nimmt Halle ins Visier

rast Lüneburg. Nachdem Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic Leuphana-Präsident Sascha Spoun und Vizepräsident Holm Keller in der vergangenen Woche im Wissenschaftsausschuss des Landtags aufgefordert hatte, ein schlüssiges Finanzierungskonzept für das neue Zentralgebäude der Lüneburger Universität vorzulegen, gab es gestern erneut ernste Worte aus Hannover: Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur werde Änderungen im Raumprogramm für den Libeskind-Bau, die zu einer Vergrößerung der bislang genehmigten Flächen führten, genau prüfen. Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic sagte: „Nach dem aktuellen Stand der Unterlagen können wir dem Anliegen der Leuphana Universität Lüneburg nicht zustimmen, die Flächen auszuweiten, weil dies zusätzliche Kosten verursachen und die rechtzeitige Fertigstellung der Baumaßnahme gefährden würde.“ Ein Statement, das im Leuphana-Präsidium auf Unverständnis stößt.

Ins Visier nimmt die grüne Ministerin dabei eine Maschinenhalle. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die alte Landesregierung hatte der Leuphana eine sogenannte Hauptnutzfläche von rund 9000 Quadratmetern für den Bau ihres Zentralgebäudes genehmigt. Um eine Maschinenhalle vom Altstandort Volgershall in das neue Gebäude zu verlegen, will die Leuphana Universität Lüneburg die Hauptnutzfläche vergrößern.“ Gabriele Heinen-Kljajic fordert: „Die Leuphana muss dem Wissenschaftsministerium zeitnah eine Nachtragsbauunterlage und ein schlüssiges Finanzierungskonzept vorlegen. Erst auf dieser Grundlage können die Oberfinanzdirektion, der Landesrechnungshof und der Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtags die Unterlagen prüfen.“

Uni-Vizepräsident Holm Keller zeigte sich gestern überrascht, gegenüber der LZ sagte er: „Die Integration der Maschinenhalle wurde von der Leuphana bereits deutlich vor Baubeginn beschlossen, in die Planungen integriert und so mit der damaligen Landesregierung abgestimmt.“ Die Planung zur Integration der Maschinenhalle ins Zentralgebäude sei bereits mit dem ersten Nachtrag zur Baugenehmigung am 23. März 2012 genehmigt worden. „Nun soll dieser Planungsstand administrativ an einer weiteren Stelle abgebildet werden, ohne dass es deshalb zu irgendwelchen Änderungen kommt.“ Zum Vorwurf aus Hannover, es würden zusätzliche Kosten verursacht werden, äußert sich Keller nur knapp: „Naturgemäß hat dieser Vorgang keine Auswirkungen auf Bauzeiten oder Baukosten.“