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Sicherheit mit Konzept

pet Adendorf. Das Benennen eines Sicheitsbeauftragten ist in der Checkliste enthalten. Ebenso die Einrichung eines Versorgungsraums für Erstmaßnahmen sowie die Sicherstellung und Überprüfung einer schnellen, barrierefreien „Entfluchtung“. All das und noch viel mehr ist Inhalt im „Sicherheitskonzept für Veranstaltungen in der Gemeinde Adendorf“, das von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin erstellt wurde.

Auslöser für die Erstellung der Studie war der traditionelle Tanz in den Mai im vergangenen Jahr. Auf dem Rathausmarkt wurde damals bei flotter Musik gefeiert. Auf der anderen Seite des Kirchwegs bildete sich bei lauter Musik eine Gegenveranstaltung von Jugendlichen. „Wie reagieren wir, wenn es Probleme gibt, wenn etwa alkoholisierte Jugendliche über die Straße laufen?“, fragte sich Bürgermeister Thomas Maack damals.

Maack erinnerte sich an alte berufliche Kontakte: Vor seiner Zeit als Bürgermeister von Adendorf war er bei der Deutschen Bahn für die Konzernsicherheit im Norden zuständig, kannte daher Prof. Dr. Marcel Kuhlmey von der Hochschule für Wirtschaft und Recht. Zweimal waren Kuhlmey, seine Mitarbeiter Annekathrin Enke und Hanns Roesberg sowie Studenten des Studiengangs „B. A. Sicherheitsmanagement“ in Adendorf. Sie besichtigten und analysierten Veranstaltungsstätten, studierten Unterlagen, bezogen Gesetze wie die Versammlungsstättenverordnung in ihre Überlegungen ein, sprachen mit Verantwortlichen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Gemeindeverwaltung.

Die Berliner erstellten Sicheitskonzepte für drei Adendorfer Veranstaltungen – für die Heimspiele des Eishockey-Oberligisten Adendorfer EC, für den Tanz in den Mai und für den Nikolausmarkt, der immer am 1. Adventssonntag stattfindet. Für alle drei Veranstaltungstypen haben die angehenden Wissenschaftler gleiche Vorsichtsmaßnahmen ermittelt, etwa die „Sicherstellung der Erstversorgung“.

Aber auch völlig unterschiedliche Anforderungen stellten Kuhlmey und seine Studenten fest. So ist von den Verantwortlichen bei heißen Eishockeymatches des AEC die „präventive und repressive Kontrolle nach verbotenen Gegenständen und Pyrotechnik“ abzuhaken. Beim Nikolausmarkt steht dafür der „versetzte Aufbau von Großständen (Verhinderung von Ballungsräumen)“ auf der Checkliste, die die Verantwortlichen abarbeiten sollen.