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Wahlkampf gegen sich selbst

kre Dahlenburg. Für laute Worte und lange Reden ist Christoph Maltzan nicht der Typ. Und das ist vielleicht auch ganz gut so: Denn von „Lautsprechern“ und Verwaltungschefs, die viel ankündigen, aber auch viel vergessen, haben die Dahlenburger spätestens seit Joachim Dassinger die Nase voll: Den nämlich hatten die Bürger Anfang des Jahres vorzeitig aus dem Amt gewählt. Nun also macht sich Maltzan auf, neuer Bürgermeister der Samtgemeinde Dahlenburg zu werden. Und im Gegensatz zum gescheiterten Dassinger hat Maltzan einen entscheidenden Vorteil: Obwohl Christdemokrat, wird seine Bewerbung von allen im Dahlenburger Samtgemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierungen unterstützt.

Maltzan ist somit der einzige, der am Sonntag, 22. September, zur Wahl steht. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht. Die Wähler haben nur die Wahl zwischen Ja oder Nein zum Kandidaten. Seine Wahl zum neuen Verwaltungschef scheint allerdings Formsache. Zumal der Nahrendorfer noch nicht einmal eine Mindestanzahl an Stimmen auf sich vereinigen muss. Theoretisch reicht ihm eine einzige Ja-Stimme zum Wahlsieg.

Doch Ausruhen in der sicheren Gewissheit des Erfolgs, das ist nicht der Stil, den der 40-Jährige auf seinem Weg ins Rathaus pflegen will. Maltzan nimmt das angestrebte Amt, den Bürger – und somit auch den Wahlkampf – ernst. Auch wenn es gar keinen Gegner gibt, gegen den er kämpfen könnte. Trotzdem haben Maltzan und die CDU am Wochenende mit einem Sommerfest die heiße Wahlkampfphase eröffnet. Inzwischen hängen auch schon die ersten Plakate mit dem Konterfei des Kandidaten. Und der 40-Jährige macht sich auf, um das zu tun, was jeder Politiker glaubt, machen zu müssen, um die Herzen und vor allem die Stimmen der Bürger zu erobern: Er geht Klinken putzen. In zwei Orten ist Christoph Maltzan schon von Haustür zu Haustür gelaufen. Hat geklingelt und sich vorgestellt. Für den gelernten Verwaltungsfachmann ein Gebot der Höflichkeit: „Die Wähler sollen schließlich wissen, wer sich da zur Wahl als Bürgermeister stellt“, sagt der Kandidat und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass ich es bis zur Wahl schaffe, alle Haushalte zu besuchen.“