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Minister ist jetzt am Zug

pet Adendorf. Mit der Bahn wieder von Adendorf nach Lüneburg oder in Richtung Lübeck – davon träumen viele Adendorfer seit 1979, als der Ort vom Zugverkehr abgeschnitten, der Bahnhof geschlossen wurde. Die Anfang August gestartete Initiative des niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Olaf Lies (SPD), stillgelegte Bahnstrecken, aber auch ehemalige Bahnhöfe und Haltepunkte, wieder zu reaktivieren, macht den Verantwortlichen neuen Mut. In der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Verkehr informierte Bürgermeister Thomas Maack (SPD) über die Aktivitäten der Gemeinde.

Ein „Konzeptpapier zur Realisierung eines Haltepunktes“ liege dem Ministerium für Wirtschaft und Verkehr in Hannover bereits seit längerem vor. In dem Papier werde auf den einhelligen politischen Willen aller im Adendorfer Rat vertretenen Parteien, „positive Gespräche“ mit Bundes- und Landtagskandidaten und den Kreistags-Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen verwiesen, in dem der Haltepunkt als Ziel festgeschrieben ist.

Von den 10 400 Adendorfer Einwohnern seien 5700 berufstätig, rund 75 Prozent von ihnen sind Auspendler in den Landkreis Lüneburg, aber auch nach Hamburg und Hannover. Dazu, so besagt es das Konzept, „kommen noch rund 2700 Einpendler aus dem Nahbereich Lüneburg oder der weiteren Umgebung“. Drei Minuten würde die Fahrtzeit nach Lüneburg betragen. Weitere Punkte, die für Adendorf sprechen, so Bürgermeister Maack, sind: Ein Haltepunkt südwestlich des alten Bahnhofs sei bereits ausgesucht, der sei behindertengerecht erreichbar, es gebe ausreichend Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge. Erste Gespräche mit einem Fachingenieurbüro für Bahnhofsrealisierungen, so Maack, hätten bereits gezeigt, dass eine „Realisierung an diesem Standort möglich ist“.

Kommt ein Bahnhaltepunkt, hofft Bürgermeister Thomas Maack auch auf „Neukunden“, die das Busangebot nicht angenommen haben, aber angesichts der attraktiven Fahrzeit von drei Minuten per Bahn in Richtung Lüneburg fahren.

Die Einrichtung eines Bahnhaltepunktes liegt trotz aller Bemühungen noch in weiter Ferne – schneller soll ein Antrag der Gruppe CDU/Jacobi umgesetzt werden: Die hatte eine Tempo-30-Zone für das Areal zwischen Dorfstraße, An der Bahn, Rudolf-Kienau-Weg und An der Bünte beantragt. Die Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, der Verwaltungsausschuss muss nun entscheiden.