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An der Bonnestraße, dort, wo jetzt noch Kinder spielen können, werden im kommenden Jahr Wohnhäuser entstehen.
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An der Bonnestraße, dort, wo jetzt noch Kinder spielen können, werden im kommenden Jahr Wohnhäuser entstehen. Foto: cw

Wer bietet mehr für Adendorf ?

pet Adendorf. Zentraler geht es kaum in Adendorf – drei Grundstücke in der Bonnestraße verkauft die Gemeinde im kommenden Jahr und sie will für die „Sahnestücke“ gutes Geld bekommen. Ungewöhnlich: Die Bauplätze werden nicht, wie meist üblich, zum Festpreis verkauft, sondern in einem Bieterverfahren. Wer am meisten bietet, bekommt den Zuschlag für die Grundstücke mitten im Ortszentrum.

In der jüngsten Ratssitzung wurde der Bebauungsplan für das Areal zwischen Bonnestraße und Sandweg geändert – mit den Stimmen der SPD und der Gruppe CDU/Jacobi und gegen das Votum von Bündnis 90/Die Grünen. Bisher ist auf der Fläche ein Spiel- und Bolzplatz, der verkleinert werden soll. Gerade die Spielfläche zum Bolzen hätten die Grünen lieber erhalten. Für die SPD hatte sich Rolf-Werner Wagner angesichts des ungewöhnlichen Bieterverfahrens gefragt: „Können Sozialdemokraten das mitmachen?“ Und er antwortete selbst: „Ja, sie können, denn der Erlös kommt dem Haushalt und damit allen Adendorfern zugute.“

In den Verkauf gehen sollen drei Bauplätze mit Größen zwischen 916 und 936 Quadratmetern. Für zwei davon setzte der Rat ein Mindestgebot von 180 Euro pro Quadratmeter fest, für das dritte müssen mindestens 160 Euro geboten werden. Bis Anfang Februar 2014 soll die Bieterfrist gehen, Mitte Februar der Zuschlag erteilt werden.

Ebenfalls in der Ratssitzung wurden das Bebauungsplanverfahren für drei Baugrundstücke auf dem Katzenberg (jeweils etwa 700 Quadratmeter) und eines im Baugebiet Auf den acht Stücken (600 Quadratmeter) abgeschlossen – jeweils mit den Stimmen von SPD und CDU und gegen das Votum von Bündnis 90/Die Grünen. „Weniger Spielplätze, weniger Grünfläche, das machen wir nicht mit. Wir hatten den Käufern versprochen, dass da ein Spielplatz hinkommt“, begründet die Fraktionsvorsitzende Bärbel Sasse das Nein zum Verkauf Auf den acht Stücken. Ronald Steinberg (SPD) konnte das nicht nachvollziehen, verwies auf den Spielplatz, ganz in der Nähe, am Kornblumenweg.

Einstimmig beschloss der Adendorfer Rat die Erhöhung der Kanalbenutzungsgebühren – von 1,13 auf 1,15 Euro pro Kubikmeter. Beträge, von denen andere Landkreisbewohner träumen. Grund, so Erster Gemeinderat Martin Vogel: „Unser kompaktes Gemeindegebiet, keine langen Kanalstrecken und nur acht Pumpstationen bis zum Klärwerk Lüneburg.“ Einstimmig beschloss der Rat auch die Zustimmung zu einer leichten Erhöhung des Wasser- und Grundpreises für die Lieferung vom Wasserbeschaffungsverband Elbmarsch.