Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Dutzende Pappeln sind in dieser Woche am Adendorfer Golfplatz  gefällt worden. Stehen geblieben sind die Birken, für die Pappeln soll noch in diesem Frühjahr Ersatz gepflanzt werden. Foto: t&w
Dutzende Pappeln sind in dieser Woche am Adendorfer Golfplatz gefällt worden. Stehen geblieben sind die Birken, für die Pappeln soll noch in diesem Frühjahr Ersatz gepflanzt werden. Foto: t&w

Fällaktion für die Sicherheit

pet Adendorf. Wenn Bäume fallen, reagieren Naturfreunde sauer. So auch in dieser Woche, als am Scharnebecker Weg in Adendorf, zwischen dem „alcino Kindertobeland“ und dem Castanea Resort Hotel und entlang dem von dort über den Golfplatz führenden Weg Dutzende Bäume gefällt wurden. Sowohl bei der Gemeinde Adendorf als auch bei der LZ meldeten sich besorgte Anrufer, ,,mehr als einen Meter Durchmesser“ hätten einige der gefällten Riesen gehabt.
Die gefällte Baumreihe verlief vom Castanea Resort Hotel nordwärts in Richtung Golfplatz und über den Platz hinweg. Der von ihnen bestandene Weg war Teil des auch für die Öffentlichkeit zugänglichen, etwa 5,6 Kilometer langen, Wanderwegs rund um die Golfanlage. ,,Es handelte sich um Pappeln. Sie waren teilweise schon ausgehöhlt, morsch und verfault. Bei den jüngsten Stürmen sind dicke Äste heruntergestürzt“, erklärt Rainer Adank, Inhaber des Castanea Resort Hotels, auf dessen Grundstück die gefällten Pappeln standen.
Und Adank betont, das Vorgehen sei der ,,Gemeinde angekündigt worden, auch mit dem Landkreis haben wir gesprochen“. Auch für die Gemeinde Adendorf versichert Bürgermeister Thomas Maack, dass alles ,,mit rechten Dingen“ zugegangen ist und: ,,Manche Anrufer glaubten, es handele sich bei den gefällten Bäumen um Eichen, das ist aber nicht richtig“. Maack erklärt: ,,Die Fällaktion war eine Sicherungsmaßnahme, so schade das auch ist und so unschön das im Moment aussieht.“ Auch die im Adendorfer Rat vertretenen Fraktionen seien, so der Verwaltungschef, über die Maßnahme informiert gewesen.
Einer der besorgten Anrufer wies darauf hin, dass Adendorf doch eine Baumschutzsatzung habe. Das sei zwar richtig, erwiderte Bürgermeister Maack, ,,aber Pappeln sind darin ausdrücklich nicht geschützt“. Das gilt auch für Birken, Weiden und Obstbäume, geschützt sind aber etwa Walnussbäume. Nadelgehölze fallen nur dann unter den Geltungsbereich der Satzung, ,,wenn sie für die Prägung des Ortsbildes bedeutsam sind“.
Stehen gelassen wurden bei der Fällaktion einige Birken. Rainer Adank: ,,Die waren bisher von den Pappeln verdeckt, werden sich jetzt besser entwickeln können.“ Adank sichert zu, dass der Weg schon in den nächsten Wochen wieder mit neuen Bäumen bepflanzt werden soll. Vorgesehen seien Ahornbäume.

One comment

  1. Diese Sicherungsmaßnahme hat ja auch stark in Lüneburg zu geschlagen. Hier wurden auch etliche Bäume gefällt. Warum auf einmal so eine hohe Anzahl von Bäumen ? In Hamburg wurden z.b. 1600 große Bäume gefällt. Warum auf einmal so eine hohe Anzahl ? Wurde da lange eit nichts gemacht ? Oder sind die Holzpreise so gestiegen ?!