Aktuell
Home | Lokales | Adendorf | Langsam geht es voran
In der Nähe der Straße Waldwinkel, so die Idee der Gemeinde, könnte ein künftiger Bahnhaltepunkt Adendorf entstehen.
In der Nähe der Straße Waldwinkel, so die Idee der Gemeinde, könnte ein künftiger Bahnhaltepunkt Adendorf entstehen.

Langsam geht es voran

pet Adendorf. 35 Jahre ist es mittlerweile her, dass letztmals ein Personenzug zwischen Lüneburg, Lauenburg und Lübeck in Adendorf gehalten und Passagiere mitgenommen hat. Die Bemühungen von Gemeinde, Politikern auf Kreis- und Landesebene, einen Bahnhaltepunkt im Ort wieder einzurichten, verlaufen eher zähflüssig jetzt gibt es immerhin einen Hinweis, dass das Verfahren vorangehen soll.

Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) hatte im vergangenen Sommer die Initiative gestartet, ausgewählte stillgelegte Bahnstrecken, Bahnhöfe und Bahnhaltepunkte wieder für den Personenverkehr zu reaktivieren. Rund 80 stillgelegte Bahnstrecken wurden damals dem Ministerium gemeldet. Mittlerweile fand ein umfangreiches Prüfverfahren statt, nur noch acht Strecken sind im Rennen, darunter die zwischen Lüneburg und Soltau (LZ berichtete).

Nicht so schnell ging es bei den Bahnhöfen und Bahnhaltepunkten voran hier wurden von Gemeinden und Landkreisen landesweit knapp 40 mögliche Stationen gemeldet, alle sind noch im Rennen. Vor wenigen Tagen bekam Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack (SPD) aber Post aus dem Wirtschaftsministerium, in der es heißt: ,,Derzeit überprüft die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen in einem ersten Schritt die Reaktivierung aller bisher gemeldeten Stationen unter anderem auf betriebliche Machbarkeit und Vereinbarkeit mit den Zielen des Schienenpersonennahverkehrs-Konzepts.“ Die erste Überprüfung, so heißt es in dem Schreiben aus Hannover weiter, ,,wird voraussichtlich Ende Juli 2014 abgeschlossen sein“.

Maack ist überzeugt, dass Adendorf gute Chancen hat, wieder an das Bahnnetz angeschlossen zu werden. Die vom Ministerium gestellten Grundvoraussetzungen erfülle die Gemeinde jedenfalls ,,locker“. Etwa die, dass der ,,Hauptort“ direkt an der Schienenstrecke liegt, dass es ein Einwohnerpotenzial von mehr als 2000 in einem Radius von 1,5 Kilometern geben muss oder dass der nächste Haltepunkt oder Bahnhof in einem Umkreis von mindestens drei Kilometern Entfernung liegen muss.

Schon bevor Wirtschaftsminister Lies die Idee, ehemalige Bahnstrecken, Bahnhöfe und Haltepunkte wieder zu beleben, aufbrachte, hatte die Gemeinde Adendorf dem Ministerium ein ,,Konzeptpapier zur Realisierung eines Haltepunktes“ zukommen lassen. Möglicher Standort eines Bahnhaltepunktes Adendorf wäre eine Fläche südwestlich des vor 1979 als Bahnhof genutzten Gebäudes, wo unter anderem auch ausreichend Abstellmöglichkeiten für Kraftfahrzeuge geschaffen werden könnten.