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Das Walter-Maack-Eisstadion ist einer der Schätze Adendorfs  es taucht mit einem Buchwert von 1,77 Millionen Euro in der Eröffnungsbilanz der Gemeinde zum 1. Januar 2009 auf.
Das Walter-Maack-Eisstadion ist einer der Schätze Adendorfs  es taucht mit einem Buchwert von 1,77 Millionen Euro in der Eröffnungsbilanz der Gemeinde zum 1. Januar 2009 auf.

Großes Lob für gute Zahlen

pet Adendorf. Fast fünf Jahre lang hat die Verwaltung immer wieder daran gearbeitet, jetzt liegt sie vor: die Eröffnungsbilanz der Gemeinde Adendorf, die inzwischen auch vom Landkreis Lüneburg geprüft ist. Einstimmig sprachen sich auch die Mitglieder des Adendorfer Rats in ihrer Sitzung am Dienstagabend für die Genehmigung der Bilanz zum Stichtag 1. Januar 2009 aus.

Und die fällt beachtlich aus: 48,98 Millionen Euro beträgt das Vermögen der Gemeinde. Abzüglich Schulden und anderer Positionen wie etwa Pensionsrückstellungen beträgt das Nettovermögen Adendorfs 41,76 Millionen Euro. Darin enthalten sind vor allem Sachwerte wie Gebäude, Grundstücke oder Straßen, deren Wert nach einem komplizierten Verfahren errechnet wurde. Darin enthalten sind unter anderem das Eisstadion mit einem Buchwert von 1,77 Millionen Euro, die Teichaue mit 1,01 Millionen Euro oder das 55,5 Kilometer lange Straßennetz mit 16,6 Millionen Euro.

Die Eigenkapitalquote der Gemeinde, so berichtete Kämmerer Matthias Gierke dem Rat, betrage 85,26 Prozent. Das sei zwar ,,beruhigend“, aber auch nicht überzubewerten, denn ,,ein Großteil des Vermögens ist nicht oder zumindest nicht kurzfristig realisierbar. Es steht daher nicht zur Schuldendeckung zur Verfügung“.

Für das umfangreiche Zahlenwerk gab es Lob von allen Fraktionen. Von ,,gesunden Zahlen“ sprach SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Schreiber. Eine ,,gute Grundlage für die weiteren Planungen“, sah Klaus-Ulrich Hausch für die Gruppe CDU/Jacobi, der aber auch mahnte: ,,Wir müssen in Zukunft noch mehr hinsehen, wofür wir das Geld der Steuerzahler ausgeben.“ Matthias Wiebe (Grüne) lobte ,,gute Zahlen“, rief aber auch dazu auf, beim Geldausgeben an spätere Generationen zu denken. ,,Wir können nicht wirtschaften, als wäre alles schön.“

Einig waren sich alle Ratsmitglieder anschließend darin, auch im laufenden Jahr 10000 Euro als Zuschuss an das Theater Lüneburg zu zahlen. So handhaben das auch die anderen Samt- und Einheitsgemeinden, die jeweils einen Euro pro Einwohner freiwillig nach Lüneburg fließen lassen. Mehr Einnahmen will die Gemeinde dagegen im Bereich des Bauwesens machen, einstimmig wurde beschlossen, verschiedene Leistungen der Bauverwaltung zu verteuern oder überhaupt erst Gebühren einzuführen.

Weiter voran gehen kann es nach dem Willen des Rates mit den Plänen von Lims-Betreiber Allan B. K. Lim, sein Restaurant an der Erbstorfer Landstraße um ein Hotel zu erweitern. Einstimmig votierten die Adendorfer Ratsmitglieder für den Abwägungs- und Satzungsbeschluss bezüglich der 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 27 Erbstorf-Ortsmitte.

Zwei von drei Grundstücken in der Bonnestraße hat die Gemeinde Adendorf bereits verkauft  ein drittes, das in einem Bieterverfahren veräußert werden sollte, ist noch zu haben. Zwei Interessenten, die für das Areal ursprünglich mitgeboten hatten, seien doch noch abgesprungen, erklärte Bürgermeister Thomas Maack.

Jetzt soll das Grundstück mit einer Größe von 927 Quadratmetern für den Festpreis von 166000 Euro verkauft werden  SPD und CDU/Jacobi stimmten dafür, die Grünen dagegen. Sie hatten sich von Beginn an gegen die Verkleinerung des vorhandenen Spiel- und Bolzplatzes ausgesprochen. Und wenn denn schon gebaut werden müsse, dann ein barrierefreies Mehrparteienhaus, das auch für die ältere Generation interessant sei, so Fraktionschefin Bärbel Sasse.