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Fast die Hälfte der Artlenburger Waldpiraten kommt im Sommer zur Schule, nun suchen Erzieher Mirko Massmann, Vorstandsmitglied Stefanie Frick, Mutter Nina Ditz und der Rest des Teams Nachwuchs-Piraten.
Fast die Hälfte der Artlenburger Waldpiraten kommt im Sommer zur Schule, nun suchen Erzieher Mirko Massmann, Vorstandsmitglied Stefanie Frick, Mutter Nina Ditz und der Rest des Teams Nachwuchs-Piraten.

Waldpiraten haben noch Platz an Bord

off Artlenburg. Sie haben ihr eigenes Tipi und eine riesige Sandkuhle, gehen auf ein stilles Örtchen aus Holz und spielen unter einem hohlen Baum, in dem die Zwerge wohnen. Seit 2007 haben die Waldpiraten am Ortsrand von Artlenburg/Marienthal ihr Revier, eine Gruppe von maximal 15 Mädchen und Jungen, die ihre Kindergartenzeit unter Bäumen verbringt. Hervorgegangen ist der Waldkindergarten wie die meisten im Landkreis Lüneburg aus einer Elterninitiative. Das fordert bis heute besonderes Engagement von Müttern und Vätern. Vor allem dann, wenn auf einmal acht Kinder den Wald verlassen und in die Schule kommen. So wie in diesem Sommer.

Der bevorstehende Abschied von ihren Vorschulkindern bedeutet für den Vorstand der Waldpiraten eine Herausforderung. Die frei werdenden Plätze müssen neu besetzt werden, also rührt das Waldkindergartenteam die Werbetrommel. Unter anderem beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 27. April. „Alle, die neugierig sind und die Waldpiraten kennenlernen möchten, sind herzlich eingeladen“, sagt Vorstandsmitglied Stefanie Frick. Neben den Waldpiraten und ihren Eltern sind die beiden Erzieher Mirko Massmann und Lea Güldenzopf vor Ort, außerdem Waldhund Phoebe. Verschiedene Aktionen zum Mitmachen sind beim Tag der offenen Tür geplant, es gibt Kaffee, Kuchen  und jede Menge Informationen.

Viereinhalb Stunden werden die Waldpiraten in Artlenburg/Marienthal wochentags betreut, von 8 bis 12.30 Uhr. Gemeinsam mit ihren Eltern singen die Kinder morgens noch ein Begrüßungslied, dann verschwinden sie mit ihren Erziehern im Wald  ihrem Wald. Dort haben sie ihren eigenen Bauwagen für mieses Wetter, ihren eigenen Kletterbaum, eine Baumschaukel, Tische, Stühle  und die Natur mit ihren Besonderheiten in jeder Jahreszeit. Oft machen die Waldpiraten auch Ausflüge, ins Theater nach Lüneburg, zur Kartoffelernte bei Opa Peter, in die Kinderbücherei und einmal die Woche in die Turnhalle nach Brietlingen. „Da steht Sport auf dem Programm“, sagt Mirko Massmann.

Für Stefanie Frick gab es nie einen anderen Kindergarten als die Waldpiraten. „Leon ist einfach ein Kind, das gerne draußen ist“, sagt sie, „für ihn ist der Waldkindergarten perfekt.“ Und auch Mutter Nina Ditz ist von dem Konzept überzeugt: „Die Weite im Wald, die vielen Möglichkeiten für die Kinder, sich zu entfalten, die Wertschätzung für die Natur, die sie hier lernen“, sagt sie, „das finde ich einfach großartig.“

Der Tag der offenen Tür am Sonntag, 27. April, beginnt um 15 und endet gegen 17 Uhr. Interessierte sind willkommen.