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Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die Dorfrallye ,,Adendorf inklusiv aktiv. Bürgermeister Thomas Maack sowie die Gemeindemitarbeiterinnen (v. l.) Annemarie Klapprott, Farina Barz, Sandra Eddelbüttel und Franziska Topp präsentieren das Veranstaltungsplakat.
Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die Dorfrallye ,,Adendorf inklusiv aktiv. Bürgermeister Thomas Maack sowie die Gemeindemitarbeiterinnen (v. l.) Annemarie Klapprott, Farina Barz, Sandra Eddelbüttel und Franziska Topp präsentieren das Veranstaltungsplakat.

Adendorf inklusiv

pet Adendorf. Inklusion ist eines der großen Themen dieser Zeit. Viel wird darüber geredet, manches wird auch getan. Und genau das soll jetzt auch in Adendorf passieren: Für Sonnabend, 28. Juni, plant die Gemeinde eine Dorfrallye für Jung und Alt unter dem Titel ,,Adendorf inklusiv aktiv“. Und schon vom 3. bis zum 13. Juni wird im Rathaus eine Ausstellung zum Thema Inklusion zu sehen sein  der Titel: ,,Ohne Angst verschieden sein“.

,,Wir haben uns gefragt, wie bewegen wir den ganzen Ort zu inklusivem Handeln? Wir müssen die Bürger beim Thema Inklusion mitnehmen“, sagt Sandra Eddelbüttel, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs für Ordnung und Soziales in der Gemeinde Adendorf. Aus der Überlegung entstanden sei die Idee zu ,,Adendorf inklusiv aktiv“, die dann von Gemeinde und Sozialraumkonferenz entwickelt wurde. Während der Dorfrallye sollen an neun Stationen Aufgaben gelöst werden, die zum Thema Inklusion, in all ihren Varianten, gehören.

Dazu gehören unter anderem ein Dunkelparcours, Bogenschießen, bei dem simuliert wird, wie Menschen mit Behinderung damit umgehen, sowie Spiele der Kulturen. Stationen bei der Dorfrallye werden die Grundschulstandorte, Kindergärten und verschiedene Vereine und Verbände in der Gemeinde sein. Für den Verkehr zwischen den Stationen soll ein Fahrdienst eingerichtet werden, die Dorfrallye beginnt um 14 Uhr und endet dann mit einer Abschlussfeier mit internationalem Büfett auf dem Adendorfer Rathausplatz.

Finanziert wird die Dorfrallye aus Mitteln des Landkreises Lüneburg, der 5500 Euro aus dem ,,Budget II“ zur Verfügung stellt. Zahlreiche Ehrenamtliche bereiten die Stationen für die Dorfrallye vor und betreuen sie. ,,Aber ganz ohne Geld geht es eben doch nicht“, sagt San­dra Eddelbüttel.

Zur Einstimmung auf ,,Adendorf inklusiv aktiv“ lädt die Gemeinde Adendorf schon vorher ein zu der Ausstellung ,,Ohne Angst verschieden sein …  Eine Ausstellung über Menschen mit Behinderungen: Von ihrer Ausgrenzung und Ermordung im Nationalsozialismus zu ihrer Integration und Inklusion heute.“ Das Niedersächsische Institut für Historische Regionalforschung hat die Ausstellung zusammen mit dem Sozialverband Deutschland und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zusammengestellt.

Die Ausstellung umfasst den Zeitraum vom Mittelalter über erste integrative Ansätze in den 1970er-Jahren bis hin zur aktuellen Frage der Inklusion. Schwerpunkte der Auseinandersetzung sind die Verfolgung und Ermordung behinderter Menschen im Nationalsozialismus sowie die gesellschaftliche Teilhabe Behinderter heute. Die Ausstellung wird am Dienstag, 3. Juni, 15 Uhr, im Rathaus Adendorf eröffnet. Mehr: www.adendorf.de