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Die Kinder der 4d der Grundschule Adendorf, vorn Marten, stellen Plakate auf  sie wollen keinen Hundekot auf der Wiese. Foto: be
Die Kinder der 4d der Grundschule Adendorf, vorn Marten, stellen Plakate auf  sie wollen keinen Hundekot auf der Wiese. Foto: be

Kindern stinken die Hundehaufen

pet Adendorf. Den Kindern und den Lehrerinnen und Lehrern an der Adendorfer Grundschule am Weinbergsweg stinkt es gewaltig. Immer wieder wird ihr Außengelände, gelegen zwischen Schulgebäude und Jahnweg, als Hundeklo missbraucht. Hundehalter lassen die ekligen Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einfach liegen, kümmern sich nicht darum, dass die Fläche als Sport- und Spielgelände und auch als Pausenwiese genutzt wird.

Jetzt gehen die Mädchen und Jungen dagegen an im Unterricht haben sie Plakate gemalt und gezeichnet, die sie jetzt rund um das Gelände angebracht haben. Ob es etwas nütze, so Schulleiterin Gesa Johannsen, wisse man nicht, aber man wolle an die Hundehalter appellieren, über ihr Verhalten nachzudenken.

Das anrüchige Thema wird seit langem in den Schulgremien diskutiert. Heidi Kalenberger, Klassenlehrerin der 4d, nahm sich der Angelegenheit jetzt an. Im Unterricht wurde fleißig gewerkelt. Gestern buddelte die Lehrerin das Loch für den ersten Pfahl, Marcel, Johannes, Arthur, Marten und Cheyenne schwangen dann den Hammer und versenkten den Pfosten samt Schild in der Erde.

,,Nehmen Sie bitte Ihre Hundehaufen mit“ appellieren die Kinder auf dem Plakat. ,,Hier spielen Kinder. Kein Hundekot“ heißt es auf einem anderen. Und die Mädchen und Jungen aus der 4d appellieren auch: ,,Hundekot verboten“, ,,Kein Hundekot an unserer Schule“ oder ,,Kinderzone Kein Hundekot bitte“.

,,Wir wollen nicht, dass Hundekot hier liegt und unseren Schulhof verschmutzt und stinkt“, geben Mika und Vivien den Hundehaltern, die das Schulgelände als Hundeklo missbrauchen, mit auf den Weg. Lilli sagt: ,,Manche Kinder treten da rein. Es ist doch so leicht, das wegzumachen.“ Und Marcel erklärt: ,,Wir spielen da auch Ticken. Wenn dann einer hinfällt, ist das nicht so lecker.“

Jetzt sind Kinder und Kollegium der Grundschule gespannt, ob ihre Appelle etwas nützen.

9 Kommentare

  1. Nicht nur den Kindern stinkt es, auch verantwortungsvollen Hundebesitzern. Man muss sich doch nicht über Menschen wundern, die Hundehasser sind. Wer denen ständig Gründe liefert , hat doch selbst schuld. Ich bin auch jedes Mal ,,begeistert,, wenn ein Hundehaufen vor meinem Grundstück mitten auf dem Weg liegt. Wie wäre es , wenn Lehrer und Schüler mal einen Kurzausflug in den Wald machen? Wenn sie ,, Glück,, haben, brauchen sie sich nur nach dem Lärm und den Dieselgestank einer Holzerntemaschine richten und schon können sie was dazu lernen. Es gibt nicht nur Hundehalter , die sich verantwortungslos verhalten. Ich habe am 12.06. wieder einmal Gestank und Lärm im Wald erlebt. Eine Uelzener Holzverarbeitungsfirma schlägt gerade große Schneisen mitten durch einen dicht bewachsenen Wald in der Nähe von Dachtmissen. Mein Hund ist es schon gewöhnt, das er kaum noch irgendwelche Tiere zu Gesicht bekommt. Während mein Hund dabei sehr entspannt ist, werde ich immer wütender. Ob es an der Leine liegt? Jeder , der gern Spazieren geht und ca. 2Std. Zeit hat, ist gern eingeladen, mit mir sich die ,,freie ,,Natur mal anzuschauen. Er wird etwas zu sehen bekommen, was er von der Straße aus, aus einem Auto nie zu sehen bekommen wird. Vor hundert Jahren lag die täglich zu Fuß zurückgelegte Distanz noch bei etwa 20 km. In den 60er Jahren wurden immerhin noch ca. 8 km pro Tag zu Fuß zurückgelegt. Ende der 80er Jahre lag die durchschnittliche Gehstrecke pro Tag nur noch bei 1,5 Km. Heute liegt die täglich zu Fuß bewältigte Strecke bei weniger als 1,5 Km. Deswegen haben bei uns auch so viele Menschen keine Ahnung, was bei uns in der Natur wirklich los ist. Hundehaufen sind da die geringsten Übel.

  2. Oh Mann, was haben Hundehaufen mit Holzerntemaschinen im Wald zu tun ??!! Haben Sie keine Telefonzelle, die Sie vollquatschen können ? Am Thema vorbei, setzen, 6 !!
    Mein Lösungsvorschlag: Verdreifachung der Hundesteuer und Verbot des Zweithundes. Anders geht es nicht. Die Köter sind zur Belästigung geworden.

  3. Mensch Klaus, ein Wald, in dem eine „Holzverarbeitungsfirma“ tätig ist, ist keine „freie Natur“. Da sind Sie vollkommen im Irrtum. Seltsam, wo Sie doch sonst so ein schlaues Köpfchen sind. Vielleicht sollten Sie mal eine Pause einlegen und nur dann schreiben, wenn Sie wirklich etwas Passendes zum Zeitungsartikel zu bemerken haben…

    • wie,reichte ihnen die bemerkung nicht? wie wäre es mit kühlschränken und waschmaschinen und bauschutt usw. findet man alles in der freien natur. leider nicht biologisch abbaubar. und manche sachen, die menschen , die sich über hundehaufen aufregen ,in den wald werfen ,stinken gewaltig. ist bestimmt am thema vorbei, oder? es geht ja dann auch nicht mehr um hunde und ängstliche menschen. auch nicht um die doppelmoral so vieler zeitgenossen. und was die freie natur betrifft, wo gibt es die in deutschland? muss man nicht sogar eintritt zahlen, wenn man an die nordsee will?

  4. ich liebe ängstliche hundehasser, die sind so normal. lol

    • Ich hasse Hunde nicht – störe mich nicht einmal groß an Hundehaufen (Was natürlich damit zu tun hat dass ich meinen Blick beim gehen stehts gesenkt halte um auch möglichst alle „Tretminen“ zeitig zu orten). Aber ich habe Angst vor Hunden. Sobald mich einer dieser liebenswerten Wesen anbellt, kriege ich wirklich große Lust den nächsten Baum bis zum Wipfel zu erklimmen. Besonders allzu tierliebenden Herrchen und Frauchen, die ihre Vierbeiner auch gerne ohne Leine auf andere Mitmenschen zulaufen lassen und das Geschehen mit einem saloppen „Der will nur spielen“ aufzulockern versuchen… Bin keiner von den Typen die sich gerne aufregen – aber Verantwortung für ein Haustier zu übernehmen bedeutet auch Verantwortung für die Mitmenschen übernehmen, die diesem Tier (und deren Ausscheidungen) begegnen. Und dass überall Scheiße liegt ist das am wenigsten schmerzhafte Symptom der Krankheit, an der viele Hundebesitzer zu „leiden“ scheinen. Denn irgendwie scheint es einigen Leuten vollkommen egal zu sein, ob jemand in die Scheiße tritt oder ob ernsthaft in Panik versetzt wird. „Der will doch nur spielen“…

      • Ali
        woher kommt die angst? ich weiß, viele einwanderer haben vor hunden angst, weil sie dort ,wo sie herkommen schlechte erfahrungen mit hundebesitzern und deren scharfen hunden gemacht haben. deswegen beobachte ich auch jeden menschen, der mir entgegen kommt. man kann es menschen ansehen, ob sie vor hunden angst haben. rücksichtnahme ist immer angebracht.

  5. Elsbeth Dreier-Krusnicinskow

    Dialog voriges Jahr am Ilmenau-Ufer (Nähe Rote Schleuse), nachdem ein großer Hund einen überdurchschnittlich großen Scheißehaufen hinterlassen hat:

    Ich: Hier hängen ja überall so Tüten.

    Hundehalterin: Was meinen Sie?

    Ich: Hier gibt es so Tüten, in die man die Hundescheiße reintun kann, damit auch noch andere Leute den Strand benutzen können.

    Hundehalterin: Nö, das mache ich jetzt einfach mal nicht. (Pause) Sie sind Kommunistin, oder?

    Ich: Und Sie? Faschistin?

    Hundehalterin: Sie kommen aus der DDR, oder? Ihre Mutter hat wahrscheinlich als Sachbearbeiterin im Parteibüro dafür gesorgt, daß Abweichler im Gefängnis landen, oder? Wahrscheinlich arbeitet Ihre Mutter da immer noch und füllt den ganzen Tag Formulare aus. Nee – aber wissen Sie: Hier haben wir Denunzianten nicht so gerne.

    Ich: Ich habe Sie nicht denunziert, sondern gebeten, Ihre Hundescheiße wegzumachen.

    Hundehalterin: Kommen Sie ruhig her! Dann haue ich Ihnen gleich was auf die Fresse!

    • Elsbeth Dreier-Krusnicinskow
      ha ha, sehr schöner dialog. sie hätten den hund beißen sollen. das gesicht von der hundehalterin hätte ich dann gern gesehen.