Donnerstag , 29. September 2016
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445 Stunden Arbeit in zwei Wochen haben Schülerin Isabell Berndt (v.l.), Dörte Christensen, die ehrenamtliche Helferin Gerhild Röhnhild, Petra Meyer, Carola Huch und Gundi Schmidt in die Neugestaltung der Adendorfer Bücherei gesteckt. Foto: sel
445 Stunden Arbeit in zwei Wochen haben Schülerin Isabell Berndt (v.l.), Dörte Christensen, die ehrenamtliche Helferin Gerhild Röhnhild, Petra Meyer, Carola Huch und Gundi Schmidt in die Neugestaltung der Adendorfer Bücherei gesteckt. Foto: sel

Auf aktuellen Stand gebracht

sel Adendorf. Das Handarbeitsbuch „Makraméknüpfen“ aus dem Jahr 1977 musste dran glauben es wurde aussortiert und findet künftig keinen Platz mehr in den deutlich lichter gewordenen Regalen der Adendorfer Bücherei am Rathausplatz. „Rundgehänge mit Maiskolben“ sei eines der beschriebenen Handarbeitsobjekte in dem Buch gewesen, erzählt Gundi Schmidt lachend. Und beweist damit, dass sie und ihr Team tatsächlich jedes einzelne Buch in die Hand nehmen und sichten, um zu entscheiden, ob es auch ab dem 2. September zum Inventar zählen wird. Zudem wird jedes Buch thematisch einem bestimmten Genre zugeordnet. So finden sich unter dem Oberbegriff Roman die Einteilungen in Familie, Drama, Beziehung, etc. Die Spannung ist aufgeteilt in Krimi, Horror, Thriller. „Den Namen der Autoren muss man also nicht mehr wissen, wenn man sich beispielsweise einen Politthriller ausleihen will“, erläutert Büchereileiterin Gundi Schmidt das neue Prinzip der Adendorfer Einrichtung.

Zwei Wochen lang haben sie, ihre Mitarbeiterinnen Dörte Christensen, Carola Huch und Petra Meyer und die ehrenamtlichen Helferinnen Gerhild Röhnhild, Solange de Mello-Springer und Isabell Berndt geschuftet und geschleppt, entsorgt und neu geordnet, beschriftet und katalogisiert. Und dabei jede Menge Platz und Luftigkeit geschaffen. Die Abdrücke in dem Teppichboden erinnern noch an die früheren Zeiten der räumlichen Enge. Durch das neue System und den entschlankten Bestand ist neuer Platz für gemütliche Sitzecken hinzugekommen; auch Kinderwagen und Rollstühle können in Zukunft bequem zwischen den Regalen manövriert werden.

Im oberen Stockwerk finden sich sämtliche Romane, auch die für jugendliche Leser ab 12 Jahren, Geschichtsbücher, Reiseführer, Hörbücher und DVDs. Bei schönem Wetter können sie auf dem Lesebalkon durchgeblättert werden. Unten sind die Sachbücher und Ratgeber untergebracht, etwa alles zur Ernährung und Gesundheit, zu Haus oder Garten auch neue Fachzeitschriften gehören zum Repertoire.

Das Lese-Café und die Bücher für Kinder bis 12 Jahren finden sich unverändert im Erdgeschoss wieder, ebenso drei riesige Sitzkissen, die die Lütten zum Fläzen und Schmökern einladen. 445 Stunden Arbeit stecken bisher im neuen System, das übersichtlich und benutzerfreundlich ist. „Aber wir sind noch lange nicht fertig. Außerdem wollen wir unseren Bestand auf Dauer aktuell halten und ihn an den Bedarf vor Ort anpassen. Adendorf ist nun mal ein Familienort“, erklärt Gundi Schmidt. Auch deshalb will sie möglichst bald Lizenzen für E-books anbieten, die allerdings einiges kosten. Die Adendorfer Bücherei hat sich beim Sparkassen-Projekt „Das tut gut“ beworben und hofft auf einen Zuschuss aus diesem lokalen Förderprogramm. Am Dienstag, 2. September, öffnen sich um 10 Uhr die Türen der neu gestalteten Bücherei.

Weitere Informationen unter: www.buecherei-adendorf.de.