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Sieben junge Frauen wollten Adendorfs erste Eiskönigin werden (v.l.): Siegerin Alina Meyer, Zweitplatzierte und Eisprinzessin Berenike Hammer, Jessica Berndt, Franziska Schulz, Jasmin Engelmann, Stefanie Eisermann und die Drittplatzierte Pia Hungerecker. Foto: t&w
Sieben junge Frauen wollten Adendorfs erste Eiskönigin werden (v.l.): Siegerin Alina Meyer, Zweitplatzierte und Eisprinzessin Berenike Hammer, Jessica Berndt, Franziska Schulz, Jasmin Engelmann, Stefanie Eisermann und die Drittplatzierte Pia Hungerecker. Foto: t&w

Andrang auf Adendorfs Thron

off Adendorf. Es ist 17.20 Uhr, Alina Meyer steht im dunkelblauen Abendkleid auf der Bühne im Saal des Hotels Castanea in Adendorf. Gerade sind Berenike Hammer und Pia Hungerecker zur Zweit- und Drittplatzierten gekürt worden. Jetzt greift Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack zum Mikrofon, liest, was auf dem Zettel in seiner Hand steht, wartet ein paar Sekunden und verkündet dann den Namen der Siegerin. Das Publikum jubelt, klatscht und grölt. Alina Meyer ist sprachlos. Und strahlt. Später sagt sie: „Ich habe noch nie etwas gewonnen.“ Gestern Abend, am 26. Oktober, hat sie gewonnen. Die 19 Jahre alte Lüneburgerin ist Adendorfs erste Eiskönigin.

Als angehende Hotelfachfrau arbeitet Alina Meyer seit mehr als zwei Jahren im Adendorfer Castanea Hotel, künftig wird sie die Gemeinde als Eiskönigin zudem repräsentieren. Damit geht auch die Werbegemeinschaft Adendorf neue Wege und verabschiedet sich von dem Konzept der „Miss Adendorf“. Alle zwei Jahre war die bisherige Repräsentantin der Gemeinde bei der Messe „Schaufenster Adendorf“ gewählt worden, zuletzt hatte sich 2012 die Barumerin Merle Brandt den Titel gesichert, die gestern mit tosendem Applaus verabschiedet wurde. Die Konkurrenz damals war groß, insgesamt zehn junge Frauen wollten 2012 „Miss Adendorf“ werden.

Kaum weniger begehrt ist das neue Amt der Eiskönigin, insgesamt acht Kanidatinnen hatten sich im Vorfeld beworben. Eine Bewerberin musste wegen Krankheit kurzfristig absagen, sodass letztlich sieben junge Frauen um den Titel kämpften.

Hotel Castanea, kurz vor halb eins, im Veranstaltungssaal steigt die Spannung. Noch ist der Laufsteg leer, doch in wenigen Minuten sollen sich die Kandidatinnen zum ersten Mal Publikum und Jury stellen. Moderator André Kohrs alias DJ Snoopy tritt auf die Bühne, räuspert sich und kündigt „wahnsinnig nette, adrette Damen“ an. Sekunden später geht Alina Meyer über den Laufsteg, noch ahnt sie nicht, dass sie das Hotel am Abend als Adendorfs erste Eiskönigin verlassen wird. Ein paar Sätze über ihre Ausbildung im Castanea, Hobbys und Motivation, dann kommt mit Berenike Hammer Bewerberin Nummer2 auf die Bühne. Nach einer knappen halben Stunde ist die erste Vorstellungsrunde vorbei. Und die Bewerberinnen verteilen im hellblauen Eisköniginnen T-Shirt Stimmzettel im Publikum. Nach welchen Kriterien entschieden wird? „Sympathie“, sagt Zuschauerin Sabine Krambeer. Ihre Favoritin: Startnummer2.

Am Ende lag die Entscheidung bei der Jury und dem Publikum, „mit jeweils 50 Prozent Stimmrecht“, erklärt Oksana Krumbach aus dem Organisationsteam der Werbegemeinschaft. In der Jury saßen neben den Adendorfer Unternehmern Irina Lührs, Eckhard Goldbach und Artjom Recke sowie dem Sportdirektor des AEC Adendorf, Finn Sonntag, die Heideköniginnen aus Amelinghausen und Wittorf, die Wurzelkönigin aus Bardowick und die Hyazinthenkönigin aus Boizenburg. Für ihr Urteil zogen sich die Jurymitglieder nach der zweiten Kandidatinnenrunde am Nachmittag zur Beratung zurück, parallel wurden unter Aufsicht eines Rechtsanwalts mehr als 600 abgegebene Zuschauerstimmen zur Königinnenwahl ausgezählt.

Für das Publikum gab es unterdessen ein buntes Programm vom Kinderschminken bis zu den gefeierten Auftritten von Mr.-Bean-Double Arnaldo Mangini und dem Helene-Fischer-Double, Undine Lux. Auch die sieben Kandidatinnen stellten sich am Nachmittag noch einmal vor, dieses Mal in Festgarderobe. Je näher die Entscheidung rückte, desto größer wurde auch die Spannung. Bei den Bewerberinnen, den Zuschauern, aber auch bei den Organisatoren Juri Schweizer, Oksana und Hans-Joachim „Kille“ Krumbach sowie dem Vorstand der Werbegemeinschaft Volker Bergmann und Christian Hannebohm.

Nach sechseinhalb Stunden „Fest der Sinne“ stand schließlich die Siegerin fest. Zwei Jahre lang wird Alina Meyer nun die Gemeinde repräsentieren und künftig auch beim Königinnentreffen mit Niedersachsens Ministerpräsidenten dabei sein. „Unsere Miss Adendorf war zu diesen Treffen nie eingeladen“, sagt Bergmann. „Das war auch ein Grund, warum wir wollten, dass auch Adendorf eine Königin hat.“ Bis es nach Hannover geht, liegen vor Alina Meyer aber noch viele andere Termine. Der erste ist bereits in wenigen Wochen. Am 7. November, dem ersten Heimspiel des AEC in der Adendorfer Eishalle.