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Einen Tag nach ihrer Krönung zu Adendorfs erster Eiskönigin ist Alina Meyer zurück im Arbeitsalltag. Die 19-Jährige macht im Hotel Castanea in Adendorf eine Ausbildung zur Hotelfachfrau, arbeitet dort aktuell mit in der Küche. In ihrer Freizeit macht die Lüneburgerin Musik, singt gemeinsam mit ihrer anderthalb Jahre jüngeren Schwester. Foto: t&w
Einen Tag nach ihrer Krönung zu Adendorfs erster Eiskönigin ist Alina Meyer zurück im Arbeitsalltag. Die 19-Jährige macht im Hotel Castanea in Adendorf eine Ausbildung zur Hotelfachfrau, arbeitet dort aktuell mit in der Küche. In ihrer Freizeit macht die Lüneburgerin Musik, singt gemeinsam mit ihrer anderthalb Jahre jüngeren Schwester. Foto: t&w

Gekrönt zurück in der Küche

off Adendorf. Tag eins nach der Krönung, im Restaurant des Adendorfer Hotels Castanea. Alina Meyer kommt aus der Küchentür, sie trägt Kochmütze, Küchenkleidung, steckt mitten im Arbeitsalltag. Dass sie vor weniger als 24 Stunden im Nachbarsaal zur ersten Adendorfer Eiskönigin gewählt wurde, „kann ich immer noch nicht so richtig glauben“, sagt sie. Gerade hat sie noch Büfettplatten mit Schinken und Melonen belegt, jetzt soll sie im Interview von der jungen Frau hinter dem neuen Amt erzählen. Die 19-Jährige lächelt. Und erzählt, dass sie letzte Nacht nicht besonders gut geschlafen hat. Um kurz vor 23 Uhr war sie zu Hause, um 7.30 Uhr fing ihre Schicht im Hotel an. Viel Zeit zum Realisieren blieb nicht. „Doch es fühlt sich toll an“, sagt sie. Zumal sie mit dem Sieg „wirklich nicht gerechnet hat“.

Als sie um kurz nach 17 Uhr mit den anderen Kandidatinnen zur Krönung auf die Bühne ging, „war ich mir ziemlich sicher, dass Pia Hungerecker gewinnt“, sagt Alina Meyer. Die 22 Jahre alte Spielerin und Trainerin im Adendorfer Eishockeyverein hatte viele Fans und Sympathien im Saal, wurde als eine der Favoritinnen gehandelt. „Als dann gesagt wurde, dass Pia den dritten Platz hat, hatte ich mit der Sache eigentlich abgeschlossen.“ Doch nach der Kür der Zweitplatzierten, Berenike Hammer, fiel schließlich ihr Name. „Und ich hatte plötzlich ganz viele Sachen in der Hand.“ Alina Meyer, Adendorfs erste Eiskönigin.

Mit 19 Jahren ist die gebürtige Lüneburgerin schon viel rumgekommen, hat mit ihrer Familie bereits in Süddeutschland, der Schweiz und Belgien gelebt. Vor gut drei Jahren ist die Familie dann zurück nach Lüneburg gezogen, Alina Meyer hat erst ein Praktikum im Castanea gemacht und dann ihre Ausbildung in dem Viereinhalb-Sterne-Hotel begonnen. Im April wird sie ihre Abschlussprüfungen machen, wie es dann weitergeht, „mal gucken“, sagt sie. Auf jeden Fall will sie Adendorf in den nächsten zwei Jahren als Eiskönigin vertreten. „Alles weitere wird sich finden.“

Dass Alina Meyer bei der Wahl überhaupt mitgemacht hat, „habe ich unter anderem Adriane Dahlke zu verdanken“, sagt sie. Die Veranstaltungsleiterin im Castanea und Ex-Heidekönigin in Amelinghausen hat die 19-Jährige motiviert, sich zu bewerben und sie am Ende überzeugt. Nach „reiflicher Überlegung“ stellte sich Alina Meyer am Sonntag zur Wahl. Und gewann. Warum ausgerechnet sie? Alina Meyer lächelt, zuckt mit den Achseln. „Ich hätte nicht damit gerechnet“. So richtig hats die 19-Jährige auch am Tag eins nach der Krönung nicht realisiert. „Wenn ich meinen ersten richtigen Auftritt habe“, sagt sie, „dann weiß ich, was das tatsächlich bedeutet“. Nun allerdings wartet auf Adendorfs erste Eiskönigin erstmal Küchenarbeit mit Kochmütze statt Krone.