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Ortstermin in Adendorf: Günter Schwarz (l.) und Peter Oehser (2. v. r.) vom Auto Club Europa begutachten mit Bürgermeister Thomas Maack (r.) und Bauamtsleiter Christian Ninnemann die Situation. Foto: be
Ortstermin in Adendorf: Günter Schwarz (l.) und Peter Oehser (2. v. r.) vom Auto Club Europa begutachten mit Bürgermeister Thomas Maack (r.) und Bauamtsleiter Christian Ninnemann die Situation. Foto: be

Mehr Sicherheit für Schüler

pet Adendorf. Mächtig Betrieb ist immer morgens und mittags am Scharnebecker Weg in Adendorf, auf Höhe der Oberschule am Katzenberg. Busse kommen und fahren ab, bringen oder holen die Schülerinnen und Schüler. ,,Und immer wieder kommt es dabei zu gefährlichen Situationen“, hat Günter Schwarz, Vorsitzender des Kreisverbands Lüneburg/Harburg-Land im Auto Club Europa (ACE), dort beobachtet. Kurzfristig soll die Situation jetzt entspannt werden.

,,Nadelöhr Haltestelle“ ist die bundesweite Clubaktion, die der ACE für das laufende Jahr ausgerufen hat. Insgesamt 110 ACE-Kreisverbände machten mit 342 lokalen Aktionen mit. Eine Erkenntnis: Mehr als 60 Prozent der Busse, die mit eingeschaltetem Warnblinklicht an eine Haltestelle fuhren, wurden überholt das ist nach Paragraf 20 der Straßenverkehrsordnung verboten. 74 Prozent der Verkehrsteilnehmer, so die ACE-Untersuchung, fuhren mit überhöhter Geschwindigkeit an Bussen vorbei, die mit Warnblinklicht an der Haltestelle standen das ist nur im Schritttempo erlaubt und gilt auch für den Gegenverkehr.

,,Mehrere Mitglieder haben uns auf die Situation am Scharnebecker Weg hingewiesen“, berichtet ACE-Kreisvorsitzender Schwarz, der darauf die Gemeinde Adendorf und das Verkehrsunternehmen KVG ansprach. Unter anderem Bürgermeister Thomas Maack, sein Bauamtsleiter Christian Ninnemann und Hartmut Müller, Betriebsleiter der KVG, waren dann beim Ortstermin am Scharnebecker Weg dabei, überzeugten sich von der kritischen Situation und einigten sich auf schnelle Lösungen.

Eine davon ist, dass die Busbucht auf der nördlichen Seite des Scharnebecker Wegs verlängert wird. Dann können auch die bis zu 18 Meter langen Gelenkbusse der KVG dort bequem und vollständig einfahren und müssten nicht mehr teilweise auf der Straße stehen, so KVG-Chef Müller. Anfang des kommenden Jahres wolle man eine noch vorhandene Beeteinfassung entfernen, erklärte Bauamtsleiter Ninnemann.

Als zweite Maßnahme will Hartmut Müller den KVG-Fahrern, die den Bushalt am Scharnebecker Weg anfahren, ,,nahelegen“, dass sie beim Anfahren der Bushaltestelle die Warnblinkleuchte einschalten. Dann gelte für andere Verkehrsteilnehmer die Regel: Die Busse dürfen, wenn die Sicht frei ist, nur im Schritttempo überholt werden. Ist die Sicht verdeckt, so Müller, müssten die Verkehrsteilnehmer warten, bis die Sicht frei wird.

Günter Schwarz jedenfalls ist zufrieden mit den Ergebnissen und kündigt schon an: ,,Wir werden uns die Situation am Scharnebecker Weg auch weiterhin ansehen.“