Mittwoch , 28. September 2016
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Der Gemeinderat Adendorf hat jetzt einstimmig den Bau einer Mensa für die Grundschule am Weinbergsweg beschlossen. Die Kosten liegen bei rund 1,56 Millionen Euro. Foto: be
Der Gemeinderat Adendorf hat jetzt einstimmig den Bau einer Mensa für die Grundschule am Weinbergsweg beschlossen. Die Kosten liegen bei rund 1,56 Millionen Euro. Foto: be

Adendorf: Mensabau kann beginnen

pet Adendorf. Jetzt ist es perfekt. Die Planungen können weitergehen und konkretisiert werden, die Finanzierung ist abzuschließen, in diesen Sommerferien sollen dann die Bauarbeiter anrücken, und im Sommer 2016 kann die Einweihung gefeiert werden: Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Adendorf am Dienstagabend im Rathaus den Bau einer Mensa für die Grundschule am Weinbergsweg beschlossen. Kostenpunkt: 1,56 Millionen Euro.

Schon vor zehn Jahren, damals wurde die Grundschule zur Ganztagsschule, kamen Überlegungen auf, am Weinbergsweg eine Mensa zu bauen. Aber alle Planungen wurden immer wieder verworfen aus finanziellen Gründen. Bis heute nehmen die Mädchen und Jungen der Grundschule ihr Mittagessen in zwei „Schichten“ in einem provisorisch hergerichteten Raum ein.

Aber mit der immer weiter steigenden Zahl von Kindern, die ihr warmes Mittagessen in der Schule bekommen, stieg der Druck, auf die Verantwortlichen, für neue Räumlichkeiten zu sorgen. Von den 300 Schülern am Weinbergsweg essen etwa 100 in der Schule warm Mittag die Tendenz ist weiter steigend.

Aber nachdem Architekt Klaus-Otto Dierßen im vergangenen Herbst dem gemeinsam tagenden Schul- und Bauausschuss der Gemeinde einen Entwurf vorgestellt hatte, ging es dann ganz schnell auch wenn dieser Entwurf mit einem Kostenvolumen von 1,8 Millionen Euro alle schockte. „Viel zu teuer“, waren sich Verwaltung und Ausschussmitglieder einig.

Es folgte viel Arbeit für den Architekten, der verschiedene Varianten für das Projekt ausarbeitete, dann zwei weitere gemeinsame Sitzungen von Schul- und Bauausschuss und schließlich die von allen Ausschussmitgliedern getragene Variante für 1,56 Millionen Euro. 220000 Euro davon erwartet die Gemeinde als Zuschuss aus der Kreisschulbaukasse.

Was die Schule nun bekommt, ist eine moderne Mensa mit 96 Plätzen, dazu Ausgabeküche und Schulküche, dazu ein neuer Musik- und Betreuungsraum. Und, so Erster Gemeinderat Martin Vogel, die komplette energetische Sanierung des Mensabereichs, die Sanierung der Aula und der Fassade. Alles in allem „kein einfaches Projekt in einem Bau aus den 1960er-Jahren, wenn die Bauarbeiten auch noch im laufenden Schulbetrieb durchgeführt werden sollen“.

„Daumen hoch“, signalisierte Ulf Gerhardt für die SPD-Fraktion ebenso wie Axel Pfeiffer für die Gruppe CDU/Jacobi und Ginette Ringwald für die Grünen. Ebenso einstimmig wurde dann der von Kämmerer Matthias Gierke vorgelegte 1. Nachtragshaushalt der Gemeinde beschlossen, über den die Finanzierung der Mensa erfolgt.

Der Nachtragshaushalt sieht eine Erhöhung der Kreditermächtigung um 1,46 Millionen auf 1,5 Millionen Euro vor. Darin enthalten ist die Finanzierung der Mensa, dazu Mehrkosten für eine Druckrohrleitung im Papageienweg (90000 Euro) und Kosten für Unterhaltungsmaßnahmen an den Asylbewerberunterkünften am Papageienweg (34600 Euro).